Solarenergie: Chinas Solarbranche macht hohe Verluste - Nachfrage schwach
Peking. Drei große Solarhersteller haben im ersten Halbjahr dieses Jahres höhere Verluste verzeichnet. Der Abschwung der Branche setzt sich fort.
Der führende Polysiliziumproduzent Tongwei meldete am Mittwoch für die ersten sechs Monate einen Nettoverlust von 5,12 Milliarden Yuan (654 Millionen Euro). Im Vorjahreszeitraum hatte der Verlust 4,96 Milliarden Yuan betragen. Eine ähnliche Entwicklung zeigten in dieser Woche die Solarmodulhersteller Jinko Solar und JA Solar.
Als wesentlichen Grund für die höheren Verluste nennen alle drei Unternehmen die schwache Nachfrage im Inland. Chinas Zubau an Solarstromkapazität belief sich im ersten Halbjahr auf 72,07 Gigawatt – gegenüber 212,2 Gigawatt im Vorjahreszeitraum.
Die chinesische Regierung bemüht sich, die Branche zu stabilisieren. Peking hat neue Standards für die Energieintensität festgelegt, die Überkapazitäten begrenzt, und verlangt von den Herstellern, Preisvorgaben einzuhalten. Dennoch bestehen nach Angaben von JA Solar weiterhin Probleme.
„Die volle Wirkung der Maßnahmen erfordert eine längere Zeit für ihre Umsetzung und Überprüfung“, erklärte JA Solar im Rahmen der Veröffentlichung seiner Halbjahreszahlen. „Kurzfristig sind die tatsächlichen Effekte des Kapazitätsabbaus und der Konsolidierung noch nicht vollständig sichtbar. Insgesamt sieht sich die Branche weiterhin mit vorübergehenden und strukturellen Überkapazitäten konfrontiert.“