Solarenergie: Solarspezialist Energiekonzepte Deutschland meldet Insolvenz an
Berlin, Düsseldorf. Der Solaranlagenspezialist Energiekonzepte Deutschland (EKD) aus Leipzig muss Insolvenz anmelden. Dies bestätigten mit den Vorgängen vertraute Kreise dem Handelsblatt. Demnach sollen für sieben Gesellschaften der Gruppe entsprechende Anträge eingereicht werden. Die Anträge würden am Freitag gestellt, spätestens aber am kommenden Montag.
Der Eigentümer von EKD, das Londoner Investmenthaus Pemberton, teilte dem Handelsblatt am Donnerstag mit, dass sein Investitionskomitee entschieden habe, „keine weiteren Finanzierungsmittel bereitzustellen“.
Pemberton hatte EKD im Jahr 2025 übernommen und versucht, eine Sanierung zu unterstützen. Finanzielle Hilfen, eine neue Führungsmannschaft und ein Programm zur operativen Umstrukturierung hätten das Ruder jedoch nicht herumreißen können, teilte Pemberton mit. „Angesichts des anhaltend starken Marktrückgangs wurde kürzlich deutlich, dass das Geschäftsmodell nicht mehr tragfähig ist“, schrieb ein Sprecher.
Infolgedessen habe sich Pemberton entschlossen, die weitere Finanzierung zu stoppen – „im Einklang mit seiner Verpflichtung, die Renditen und das Kapital der Investoren zu schützen“.
Nach eigenen Angaben hat EKD mehr als 45.000 Solaranlagen auf deutschen Dächern installiert. Das Unternehmen wurde 2018 gegründet und wollte vom damals boomenden Solarmarkt profitieren. Zuletzt war es auf 15 Standorte in Deutschland angewachsen und hatte rund 1000 Solaranlagen pro Monat installiert.