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Soldaten marschieren 30 Kilometer zur Front

Welt

Startseite Politik Ukraine zerstört Russlands Versorgungswege – Soldaten müssen kilometerweit laufen Von: Lukas Richter Uns auf Google folgen Ukraine greift Russlands Logistik an: Soldaten laufen 30 km zur Front, Treibstoff wird knapp – und eine Großraffinerie brennt. Kiew – Seit Monaten greift die Ukraine Ziele weit hinter der Front an. Nun sollen die Folgen auch in den besetzten Gebieten spürbar werden: Nach Angaben aus Kiew geraten russische Nachschubwege unter Druck, in einzelnen Abschnitten müssten Soldaten lange Strecken zu Fuß zurücklegen. Content-Partnerschaft Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsinfive.de. Die Behauptung ist schwer zu überprüfen. Sie passt aber zu einer Reihe ukrainischer Angriffe auf Verkehrswege, Treibstoffanlagen und militärische Infrastruktur, die Russland für Truppenbewegungen und Versorgung braucht. Ukraines Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow sagte bei einer Pressekonferenz, Angriffe auf militärische Ziele auf der Krim und in den besetzten Gebieten im Süden hätten bereits ernste Logistikprobleme für russische Truppen ausgelöst. Soldaten müssen 30 Kilometer bis zur Front laufen Einige Folgen seien „auf den ersten Blick nicht offensichtlich“, wirkten sich aber auf die Stärke russischer Angriffe auf ukrainisches Gebiet aus, zitiert Interfax-Ukraine den Minister. Anlass war ein Treffen Fedorows mit seinem schwedischen Kollegen Pål Jonson in Kiew am Donnerstag. In manchen Frontabschnitten im Süden müsse russische Infanterie wegen zerstörter Logistik inzwischen 30 Kilometer zu Fuß zurücklegen, um Stellungen zu erreichen, sagte Fedorow demnach. Große Probleme gebe es auch dabei, Soldaten an die vorderste Linie zu bringen und sie zu versorgen. Betroffen sei nach seinen Angaben zudem Treibstoff für Generatoren, die Drohnenbediener benötigen. Fedorow sprach von einer wachsenden Zahl an Krisen. Auf der Krim werde über Treibstoffverkäufe per QR-Code gesprochen, dann würden solche Pläne wieder abgesagt; derzeit sei dort „überhaupt nichts“ zu kaufen, sagte er laut Interfax-Ukraine. Russland falle es immer schwerer, „Krise nach Krise“ zu lösen. Logistik als Angriffsziel Nach Fedorows Darstellung leidet dadurch die Beweglichkeit russischer Einheiten. Das ist militärisch relevant: Wenn Fahrzeuge, Treibstoff, Brücken oder Straßen fehlen, kommen Soldaten, Munition und Ersatzteile langsamer an die Front. Auch schnelle Verlegungen werden schwieriger. Der Minister verwies laut Interfax-Ukraine auch auf die von Präsident Wolodymyr Selenskyj angekündigte 40-tägige Kampagne gegen Russland. Ihr Ziel sei es, den Druck auf Moskau zu erhöhen und Russland zu einem Ende des Kriegs zu bewegen. Fedorow sagte, die Ukraine müsse die Intensität der Angriffe steigern und dafür mehr Ressourcen einsetzen. Am Dienstag (30. Juni) habe Kiew die erste Tranche eines europäischen Kredits erhalten; dies sei eine „schlechte Nachricht“ für Russland. Neue Angriffe auf Raffinerie und Infrastruktur Währenddessen gingen die Angriffe auf russische Ziele weiter. Das ukrainische Portal United24 Media berichtete über einen Angriff vom 1. Juli auf eine Straßenbrücke an der von Russland kontrollierten Verbindung zwischen Donezk und Mariupol. Nahe Kremeniwka im Bezirk Wolnowacha seien mehrere Brückenteile eingestürzt. Die Strecke werde von russischen Truppen für Personal, Militärgerät, Munition und andere Versorgungsgüter genutzt. Am Donnerstagmorgen (2. Juli) meldete der ukrainische Generalstab einen weiteren Treffer gegen die Raffinerie „Lukoil-Nischegorodnefteorgsintez“ in Kstowo in der Region Nischni Nowgorod. In der Nacht zum 2. Juli sei ein Treffer auf dem Werksgelände registriert worden. Danach sei dort ein Feuer ausgebrochen, hieß es aus Kiew. Nach vorläufigen Angaben sei eine Anlage zur ersten Verarbeitung von Rohöl beschädigt worden. Der Umfang der Schäden werde noch geklärt, so der Generalstab. Die Raffinerie gehöre zu den größten Anlagen dieser Art in Russland und könne rund 17 Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr verarbeiten. Das Werk produziert nach ukrainischen Angaben unter anderem Benzin, Diesel, Flugtreibstoff und Schmierstoffe. Diese Produkte würden auch zur Versorgung der russischen Streitkräfte genutzt, erklärte der Generalstab. Die im Bericht aufgeführten Informationen stammen aus offiziellen Angaben einer Konfliktpartei und sind einseitig sowie nicht immer unabhängig überprüfbar.

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