Sommer-Sternschnuppen Die Perseiden sind zurück
Die Perseiden sind ein jährlich wiederkehrender Sternschnuppenstrom. Sie gelten als "Sommerklassiker", weil sie sich bei den auch nachts noch milden Temperaturen bequem von der Picknickdecke aus beobachten lassen. In den frühen Stunden des 13. August 2026, etwa zwischen 23:00 und 04:00 Uhr, erreichen sie in diesem Jahr ihren Höhepunkt. Dieses Jahr gehört außerdem zu den eher seltenen Jahren, in denen der Mond während des Perseidenmaximums nicht stört: Der Neumond am 12. August sorgt für besonders gute Sicht auf Sternschnuppen. "Krümel" eines Kometen Die Perseiden-Sternschnuppen bestehen aus winzigen Staubteilchen, die der Komet 109P/Swift-Tuttle entlang seiner Bahn im All zurückgelassen hat. Der Kern dieses Kometen hat einen Durchmesser von rund 26 Kilometern. Damit ist er deutlich größer als der Himmelskörper, der vermutlich zum Massenaussterben der Dinosaurier beitrug. Eine Gefährdung der Erde besteht jedoch nicht: Die Bahn des Kometen wurde bereits über lange Zeiträume hinweg berechnet und eine Kollision gilt als ausgeschlossen. Etwa alle 133 Jahre gelangt 109P/Swift-Tuttle wieder in das innere Sonnensystem und damit in Erdnähe. Durch die zunehmende Erwärmung verliert der Komet dabei Material an seiner Oberfläche und setzt Staubpartikel im All frei. Diese Staubspur kreuzt die Erde jedes Jahr im Sommer: Beim Eintritt der Teilchen in die Erdatmosphäre verglühen sie und werden sichtbar als Perseiden-Sternschnuppen. Der Komet selbst ist derzeit zu weit entfernt, um sichtbar zu sein, aber seine "Krümel" sorgen auch diesen August für das bekannte Sternschnuppenspektakel. Den Nachthimmel fernab von Licht beobachten Damit die Perseiden gut sichtbar sind, braucht es einen klaren Himmel, wenig Mondlicht und einen möglichst freien Blick. Wichtig ist für eine optimale Sicht auf die Sternschnuppen ein dunkler Ort fernab von Straßenlampen und Hausbeleuchtung - am besten eine freie Wiese oder ein höher gelegener Punkt. Die Augen brauchen etwa 30 Minuten, um sich vollständig an die Dunkelheit zu gewöhnen. Jeder Blick auf ein helles Handy-Display oder eine starke Taschenlampe stört diesen Prozess. Wenn Licht nötig ist, empfiehlt sich eine Lampe mit roter LED. Ferngläser und Teleskope sind für Sternschnuppen ungeeignet, sie zeigen nur einen kleinen Ausschnitt des Himmels. Für die kurzen Leuchtspuren ist der freie Rundumblick mit bloßem Auge daher die beste "Ausrüstung". Dabei sollte der Blick über den Himmel schweifen, statt starr auf eine Stelle zu gerichtet zu bleiben. Besonders gute Bedingungen am 12. August In diesem Jahr steht der Mond abends nahe der Sonne und geht vergleichsweise früh unter. Die Nächte werden dadurch dunkler - ein kleiner Bonus fürs Sternschnuppenschauen. Der 12. August bringt außerdem noch ein zweites Himmelsereignis: Am Abend ereignet sich in Deutschland eine partielle Sonnenfinsternis, bei der der Mond die Sonne um bis zu 90 Prozent bedeckt. Wer also nach der Finsternis noch wach bleibt, kann später auch nach Sternschnuppen Ausschau halten. Besonders ergiebig sind dann die Stunden nach Mitternacht, wenn der Ausstrahlungspunkt im Sternbild Perseus höher steht. Deshalb lohnt es sich, etwas Zeit und entsprechende Kleidung einzuplanen.