DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,21 % 64.447,15 USD 07:18:55 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Sonnenfinsternis 2026: Richtige Ausrüstung

Wissenschaft

Startseite Wissen Sonnenfinsternis beobachten: Welche Ausrüstung Sie wirklich brauchen – und was Ihre Augen gefährdet Von: Tanja Banner Uns auf Google folgen Wer die nächste Sonnenfinsternis direkt beobachten möchte, muss sich vorab um die Ausrüstung kümmern – doch es gibt auch Wege, ganz ohne Vorbereitung zu beobachten. München – Kaum ein Himmelsereignis fasziniert Menschen so sehr wie eine Sonnenfinsternis – die nächste ist in Deutschland schon am 12. August 2026 zu sehen. Doch gerade die Faszination birgt eine Gefahr: Schon ein kurzer ungeschützter Blick zur Sonne kann die Netzhaut dauerhaft zerstören. „Das Tückische ist, dass dieser Verbrennungsprozess im Moment des Geschehens überhaupt nicht wehtut“, warnt Prof. Dr. Hans Hoerauf, Facharzt für Augenheilkunde, im Gespräch mit Merkur.de von Ippen.Media. Selbst bei einer 99-prozentigen Bedeckung der Sonnenscheibe durch den Mond bleibt die Reststrahlung gefährlich genug für bleibende Augenschäden. Da stellt sich die Frage: Welche Ausrüstung benötigt man wirklich, um eine Sonnenfinsternis zu beobachten – und gibt es sichere Alternativen? Sonnenfinsternis beobachten: Zertifizierte Sonnenfinsternisbrille ist das wichtigste Utensil Unverzichtbar für jeden Sonnenfinsternis-Beobachter ist eine zertifizierte Sonnenfinsternisbrille. Diese simple Pappbrille mit Spezialfolie filtert mindestens 99,999 Prozent der sichtbaren Lichtstrahlung heraus – zusätzlich blockiert sie UV- und Infrarotstrahlen. Erhältlich sind die Schutzbrillen bei Optikern und im Astronomie-Fachhandel für wenige Euro. Vor dem Gebrauch gilt: Die Folie auf Beschädigungen prüfen. Jeder Riss, Kratzer oder jedes kleine Loch stellt ein Risiko dar. Beim Kauf sollte die Norm DIN EN ISO 12312-2:2015 auf der Verpackung stehen – nur dann ist der Schutz gewährleistet. Gewöhnliche Sonnenbrillen bieten keinen ausreichenden Schutz, stellt Hoerauf klar: „Eine normale Sonnenbrille hat keinen ausreichend starken Filter. Sie reicht für die Beobachtung einer Sonnenfinsternis definitiv nicht aus.“ Auch spezielle Blaulichtfilter-Brillen seien ungeeignet – sie blockieren die gefährliche Strahlung nur teilweise. Der direkte Blick in die Sonne bleibt damit riskant. Sonnenfinsternis-Beobachtung ohne Spezialbrille geht – aber nur indirekt Wer keine Spezialbrille besitzt, kann das Spektakel trotzdem erleben – indirekt. Für die indirekte Beobachtung kann man sich mit einfachen Mitteln eine Lochkamera basteln. Das Prinzip der Lochkamera ist simpel: Sonnenlicht fällt durch ein kleines Loch in einem Stück Karton und projiziert ein Abbild auf eine dahinterliegende Fläche. Während der partiellen Phasen zeigt sich dort die sichelförmige Sonne. Je größer der Abstand zwischen Loch und Projektionsfläche, desto größer das Bild – allerdings auch lichtschwächer. Entscheidend an dieser Methode ist Folgendes: Man blickt niemals durch das Loch in Richtung Sonne, sondern schaut sich ausschließlich die Projektion an. Besonders für Kinder eignet sich diese Methode, da der Blick nie zur Sonne geht. Indirekte Sonnenfinsternis-Beobachtung: Die bloßen Hände reichen Noch spontaner funktioniert die indirekte Beobachtung der Sonnenfinsternis mit Alltagsgegenständen. Unter einem Baum mit Blättern zeigen sich während der Sonnenfinsternis zahlreiche Sonnensicheln am Boden – die Zwischenräume im Laub wirken wie natürliche Lochkameras. Denselben Effekt erzeugen ein Nudelsieb, ein Strohhut oder ein Küchenlöffel mit Löchern. Selbst die eigenen Hände funktionieren: Arme ausstrecken, Finger überkreuzen und den Schatten auf dem Boden beobachten – dort erscheinen viele kleine Sonnenfinsternisse. Auch hier gilt die Grundregel: Nur die Projektion anschauen, niemals direkt in die Sonne blicken – dann sind die Augen sicher. Sonnenfinsternis mit Teleskop, Fernglas oder Kamera beobachten: Nur mit Sonnenfilter Wer das Himmelsereignis vergrößert beobachten oder fotografieren möchte, benötigt zusätzliche Ausrüstung. Für Ferngläser und Teleskope sind spezielle Sonnenfilter erforderlich, die vor dem Objektiv montiert werden. Wichtig: Auch der Sucher eines Teleskops konzentriert das Sonnenlicht – er sollte abmontiert oder abgedeckt werden. Goldene Regel der Sonnenfinsternis-Beobachtung Bei einer totalen Sonnenfinsternis darf der Schutz nur während der vollständigen Bedeckung abgenommen werden. Sobald auch nur ein winziger Rand der Sonnenscheibe wieder auftaucht – der sogenannte „Diamantring-Effekt“ –, muss die Brille sofort wieder vor die Augen. Die Totalität endet ohne jede Vorwarnung. Für Kameras und Smartphones gilt ebenfalls: Nur mit vorgeschaltetem Sonnenfilter fotografieren. Einzige Ausnahme ist die totale Phase – dann darf der Filter bei Kamera, Teleskop und Fernglas kurzzeitig entfernt werden. Ein Stativ sorgt dabei für stabile Aufnahmen. (Quellen: eigene Recherche, NASA, AAS)

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