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Sonnenfinsternis 2026: Wo kann man sie in Düsseldorf gut beobachten?

Wissenschaft

Der 12. August 2026 wird aus astronomischer Sicht ein echter Feiertag. Los geht es bereits am frühen Morgen: Kurz vor Sonnenaufgang lässt sich am kommenden Mittwoch eine sogenannte Große Planetenkonstellation aus sechs Planeten entdecken. Teilnehmer der Parade sind Jupiter, Merkur, Mars, Uranus, Saturn und Neptun. Für Uranus und Neptun ist allerdings mindestens ein Fernglas nötig, besser ein Teleskop. In der Nacht auf den Donnerstag erreicht dann der Strom der Perseiden sein Maximum – und die Bedingungen, sie zu beobachten, sind so gut wie seit Jahren nicht: Kein Mondlicht stört die Beobachtung des auch als „Laurentiustränen“ bezeichneten Himmelsphänomens. Als wäre das noch nicht genug, findet auch noch eine Sonnenfinsternis statt. Die ist in ihrer ganzen Pracht zwar nur über Island, dem Atlantik und dem Norden Spaniens zu sehen. Doch immerhin noch etwa 88 Prozent unseres Zentralgestirns verdeckt der Mond auch am Himmel über Düsseldorf. Dazu muss man wissen, dass der Mond gegen 19.18 Uhr beginnt, sich für Beobachter in Düsseldorf vor die Sonne zu schieben, das Maximum wird gegen 20.12 Uhr erreicht. Ende des Spektakels ist etwa um 21 Uhr, also bereits nach Sonnenuntergang. Was bedeutet das nun für den idealen Standort? Entscheidend ist ein vollständig freier Blick nach Westen. Während der maximalen Bedeckung steht die Sonne nur wenige Grad über dem westlichen Horizont. Bäume, Häuser, Brücken oder Hochhäuser können sie deshalb schnell verdecken. Ein guter Spot in Düsseldorf ist demnach der Rheinpark Golzheim. Dort lässt sich in dieser Jahreszeit der Sonnenuntergang bestens beobachten. Auch etwas flussaufwärts an der Treppe am Burgplatz sollte das Schauspiel mitzuverfolgen sein. Im Süden der Stadt bietet die weitläufige Landschaft der Urdenbacher Kämpe gute Chancen, sofern der konkrete Standpunkt freie Sicht nach Westen hat. Wer sich ins Auto setzen möchte, kann die Stadt in westliche oder nordwestliche Richtung verlassen. Dort in der offenen Landschaft sollte ein guter Aussichtspunkt zu finden sein. Ob in Düsseldorf oder irgendwo im Umland, spätestens gegen 19 Uhr sollte man am ausgewählten Ort sein und den westlichen Horizont vorab testen. Dazu einen Arm gerade in Richtung Westen ausstrecken: Die Sonne bewegt sich während des entscheidenden Abschnitts in einem Bereich von ungefähr einer bis wenigen Handbreiten über dem Horizont. Warum Menschen von Sonnenfinsternissen bis heute fasziniert sind, erklärt Astrophysiker Harald Lesch im ZDF so: „Unser gesamtes Gottvertrauen geht zurück auf die Tatsache, dass die Dinge sich am Himmel wiederholen. Eine Sonnenfinsternis durchbricht diese Erfahrung. Dass die Sonne plötzlich nicht mehr scheint, erschüttert uns tief in unseren Erwartungen. Selbst heute bleibt eine gewisse Angst, obwohl wir alle wissen, dass es wieder hell wird.“ Bei der Beobachtung der Sonnenfinsternis ist Vorsicht geboten. Wer sich das Himmelsspektakel mit ungeschützten Augen anschaut, riskiert Schäden an der Netzhaut. Davor warnt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). Innerhalb von kürzester Zeit kann das Sonnenlicht an dieser lichtempfindlichen Schicht im Auge bleibende Schäden verursachen. Im schlimmsten Fall kann es sogar zu einer Erblindung kommen. Tückisch: Für drohende Netzhautschäden gibt es keine Warnsignale. Bemerkt man Probleme beim Sehen, ist es schon zu spät. Totale Sonnenfinsternisse lassen sich, so heißt es beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, mindestens noch rund 600 Millionen Jahre lang beobachten. Erst dann wird sich der Mond so weit von der Erde entfernt haben, dass die Fläche der Vollmondscheibe zu gering ist, um die Sonne vollständig zu bedecken.

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