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Sonntagsfrage in Hessen: CDU sackt deutlich ab - AfD mit Höhenflug

Nation

Zwei Parteien profitieren

Umfrage in Hessen: CDU sackt deutlich ab

Von t-online, tos

Aktualisiert am 27.10.2026 - 09:54 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine neue Umfrage zeichnet ein düsteres Bild für die CDU in Hessen. So schwach wie jetzt war sie noch nie – zwei andere Parteien profitieren.

Die CDU in Hessen ist in einer neuen Umfrage auf ihren historisch schlechtesten Wert im Hessentrend gefallen. Im Auftrag des Hessischen Rundfunks (HR) ermittelte das Institut Infratest dimap für die Union nur noch 25 Prozent, sieben Punkte weniger als im Februar. Die AfD legt um drei Punkte auf 23 Prozent zu und liegt damit nur noch knapp hinter der Partei von Ministerpräsident Boris Rhein.

Die Grünen kommen auf 16 Prozent (plus 2) und ziehen an der SPD vorbei, die 15 Prozent erreicht (minus 1). Die Linke liegt bei 7 Prozent, die FDP bei 4 und die Freien Wähler erreichen 3 Prozent. Bei der Landtagswahl 2023 hatte die CDU noch 34,6 Prozent geholt, die AfD 18,4 Prozent.

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Für eine Fortsetzung der schwarz-roten Koalition würde es damit nicht reichen. Rechnerisch möglich wäre etwa ein Bündnis aus CDU, SPD und Grünen. Als einzige Zweierkoalition hätte eine Verbindung aus CDU und AfD eine Mehrheit. Eine Zusammenarbeit mit der AfD schließt die Union bislang aus.

Hessische Landesregierung steht in der Kritik

Auch mit der Landesregierung sind die Hessen deutlich unzufriedener. Nur noch 38 Prozent bewerten ihre Arbeit positiv, 9 Punkte weniger als im Februar. 54 Prozent sind unzufrieden. Als Partei mit der größten Kompetenz sehen nur noch 21 Prozent die CDU, ein Drittel traut keiner Partei mehr die Lösung der Probleme zu.

Eine Zusammenarbeit mit der AfD lehnt die Mehrheit der Befragten nicht grundsätzlich ab. Gut ein Drittel will laut HR von Fall zu Fall entscheiden, ein Viertel würde sie sogar anstreben. Ein gutes Drittel hält jede Kooperation für tabu. Rhein hatte zuletzt kritisiert, die AfD werde aus der Parlamentsarbeit ausgegrenzt, und sich gegen ein Verbotsverfahren ausgesprochen. Gut die Hälfte der Befragten ist ebenfalls dagegen, dass Hessen ein solches Verfahren im Bundesrat unterstützt.

Infratest dimap befragte vom 19. bis 22. Oktober 1.185 Wahlberechtigte telefonisch und online. Die Fehlertoleranz liegt bei zwei bis drei Prozentpunkten. Die Sonntagsfrage bildet die aktuelle Stimmung ab und ist keine Prognose. Die nächste Landtagswahl steht regulär 2028 an.

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