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Sony stellt erneut klar: PlayStation-Spiele sind nur lizenziert

Technologie

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Sony schickt PlayStation-Nutzern plötzlich eine brisante Erinnerung. In einer E-Mail macht der Konzern klar: Digitale Spiele gehören Käufern nicht wirklich, sie erhalten nur eine Lizenz. Für viele Fans ist das ein Schlag ins Gesicht, denn die Nachricht kommt mitten in einem Protest gegen Sonys Pläne, ab 2028 komplett auf digitale Spiele umzusteigen.

Seit dem 18. August sollen zahlreiche PlayStation -Nutzer entsprechende E-Mails erhalten haben. Laut Berichten in sozialen Netzwerken bekamen manche die Nachricht sogar, obwohl sie ihre Konsole seit Monaten nicht genutzt hatten. In den Mails verweist Sony auf die akzeptierten Nutzungsbedingungen und die Endnutzer-Lizenzvereinbarung. Darin wird klargestellt: Nutzer erhalten eine „begrenzte, nicht-exklusive, nicht übertragbare und persönliche Lizenz“ für den privaten Gebrauch. Rechte an den Spielen gehen damit nicht auf die Käufer über. Alle nicht ausdrücklich gewährten Rechte bleiben beim Anbieter.

Boykott gegen das Ende der Discs

Besonders brisant wirkt die E-Mail wegen des aktuellen Protests vieler Spieler. Vom 23. bis 30. August 2026 läuft die Kampagne „#PSBlackout“ , die von der Fangruppe „Does It Play“ organisiert wurde. Teilnehmer sollen ihre PlayStation-Konsolen ausgeschaltet lassen, keine Käufe tätigen und Abonnements kündigen. Hintergrund ist Sonys Entscheidung, ab Januar 2028 keine physischen Discs mehr zu produzieren. Finanzchef Lin Tao begründete den Schritt mit dem fortschreitenden Digitalisierungsprozess. Einzelne Spiele sollen sogar schon vor 2028 nur noch digital oder in Form einer Verpackung mit Download-Code erscheinen.

Warum viele Fans alarmiert sind

Ganz neu ist das Prinzip nicht. Auch andere Plattformen wie Steam, Microsoft oder Nintendo arbeiten mit ähnlichen Lizenzmodellen. Nutzer erwerben dort ebenfalls kein Eigentum am Spiel, sondern lediglich ein Nutzungsrecht. Für viele PlayStation-Fans hat die Debatte dennoch eine neue Dimension. Wer bislang auf Discs setzte, verfügte zumindest über eine physische Kopie. Mit dem geplanten Ende der Disc-Produktion fällt diese Möglichkeit weg. Nutzer wären dann vollständig von Sonys Servern, Geschäftsentscheidungen und Lizenzbestimmungen abhängig. Genau auf diesen Umstand macht die aktuelle E-Mail nun noch einmal ausdrücklich aufmerksam.

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