Sorge um KI und US-Inflationsdaten - Asiens Aktienkurse stürzen ab
Märkte: Sorge um KI und US-Inflation – Aktienkurse in Asien stürzen ab
Gute Bilanzergebnisse vertreiben die Sorgen der Anleger nicht mehr. Ein tiefer Vertrauensverlust treibt die Chipwerte in Südkorea und Japan weiter nach unten – und damit auch die Indizes.
Devisenhändlerin bei der Hana Bank in Seoul. In Südkorea sackten die Kurse besonders deutlich ab. Foto: AFP
Tokio. Die Furcht vor einem Ende des Booms Künstlicher Intelligenz (KI) hat den Ausverkauf an Asiens Börsen beschleunigt. Wachsende Zweifel an der Rentabilität von KI-Rechenzentren und ihren Zulieferern aus der Chipindustrie belasten die Anleger. Auch fallende Kurse an der Wall Street und die neuen Inflationsdaten aus den USA trüben die Stimmung.
Der südkoreanische Kospi sackte um 7,6 Prozent auf 5554 Punkte ab. Verantwortlich dafür waren vorwiegend die beiden weltweit führenden Speicherchiphersteller: Samsung Electronics verlor zeitweise mehr als neun Prozent an Wert, SK Hynix sogar mehr als zehn Prozent.
Chipwerte dominieren den Nikkei-225 nicht ganz so stark wie den Kospi. Dennoch fiel er um 4,8 Prozent auf 64.489 Punkte. Der japanische Speicherchiphersteller Kioxia trug mit einem Minus von rund elf Prozent dazu bei.
Der breiter gewichtete Topix gab dagegen nur um 2,5 Prozent auf 3993 Punkte nach. Einzelne Branchen wie der Einzelhandel, die Pharmaindustrie und Transportunternehmen legten zu.
Auch andere asiatische Börsen gerieten unter Druck: Der Straits-Times-Index in Singapur verlor 0,5 Prozent, der Hang-Seng-Index in Hongkong und der Shanghai-Composite-Index büßten rund 1,5 Prozent ein.
Wichtige Quartalsbilanz von TSMC
Selbst gute Zahlen von TSMC haben nicht geholfen. Der weltgrößte Chip-Auftragsfertiger aus Taiwan hat den sechsten Rekordquartalsgewinn in Folge markiert, zeigen im Handelsverlauf am Donnerstag veröffentlichte Zahlen. Die Stimmung am Gesamtmarkt blieb trotzdem negativ.
Die guten Zahlen würden die Zweifel der Anleger am KI-Boom kaum vertreiben, sagt Fumio Matsumoto, Chefstratege des japanischen Brokers Okasan Securities. Die guten Ergebnisse im KI-Geschäft seien bereits eingepreist, sagt der Stratege. Der Markt werde daher in der nun anlaufenden Berichtssaison kaum steigen.
Shingo Ide, Chefaktienstratege beim Wirtschaftsforschungsinstitut des Lebensversicherers Nippon Life (Nissay), warnt, dass derzeit schon eine vage Verunsicherung die Kurse stark bewegen kann. Eingängige Nachrichten wie ein Vorstoß chinesischer Speicherchiphersteller oder eine US-Inflationsrate über den Erwartungen hätten in diesem Umfeld „zu einer Welle der Gewinnmitnahmen“ geführt, argumentierte Ide in einem Online-Kommentar für ein Forum der Wirtschaftszeitung Nikkei.
Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige
remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Immobilienbewertung Wohnungssuche oder Eigentum? Diese Services helfen.
Anzeige
IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt