Souveräner Sieg gegen Georgien: Deutsche U21 für EM 2027 qualifiziert
Vor fast 20.000 Fans: Deutsche U21 sichert EM-Teilnahme
Deutschlands U21 hat das Ticket für die Europameisterschaft 2027 gelöst. Die DFB-Auswahl gewann das entscheidende Qualifikationsspiel gegen Georgien souverän mit 2:0. Verfolger Griechenland, nach zehn Spieltagen punktgleich, konnte parallel gegen Nordirland zwar auch gewinnen (1:0), landete aber aufgrund des schlechteren Torverhältnisses hinter der deutschen Mannschaft und muss in die Playoffs. Das Team von Trainer Antonio Di Salvo hingegen kann sich nun voll und ganz auf die EM in Serbien und Albanien konzentrieren.
Der Grundstein dafür wurde bereits vor dem Anpfiff am Dienstagabend in Bielefeld gelegt. Die deutsche Mannschaft, im Vergleich zum 4:1 gegen Malta am vergangenen Mittwoch auf sieben Positionen verändert, wurde von über 19.000 Fans in der SchücoArena unterstützt – die meisten Zuschauer bei einem U21-Heimspiel seit über 20 Jahren. Trotzdem erwischte der Gegner aus Georgien den besseren Start. Aleko Basiladze (4. Minute) und Vakhtang Salia (6.) kamen dem deutschen Tor gefährlich nahe, ihre Abschlüsse gingen aber am Tor vorbei.
Pejcinovic fälscht zur Führung für DFB-Auswahl ab
Dafür wurde der Außenseiter umgehend bestraft: Die deutsche U21 ging nach zehn Minuten in Führung. Noah Darvich bekam am georgischen Sechzehner zu viel Platz und zog aus rund 20 Metern mit ab. Sein Schlenzer wurde noch von Dzenan Pejcinovic abgefälscht und schlug nahezu unhaltbar für Georgien-Keeper Papuna Beruashvili im rechten unteren Eck ein.
Der Stuttgarter wurde nachträglich als Torschütze eingetragen. Darvich bekam die Vorlage zugesprochen. „Unglücklich für Noah“, reagierte Pejcinovic nach dem Spiel bei "ProSieben Maxx". Der Elversberger wünschte sich eine ungeschriebene Regel zurück. „Als kleiner Junge hat man immer gesagt "Schusskraft zählt"“, so Darvich, der dem abgenommenen Treffer aber nicht nachweint: „Tor ist Tor.“
Die DFB-Junioren drängten nach der Führung auf das zweite Tor, scheiterten aber entweder an sich selbst oder an Beruashvili, der kurz vor der Pause gegen Nicolo Tresoldi aus kurzer Distanz stark parierte (42.). Die 1:0-Führung zur Halbzeit war dennoch hochverdient. Kurz nach dem Wiederanpfiff hätte Joshua Quarshie beinahe auf 2:0 erhöht (48.). Der Innenverteidiger von Sturm Graz köpfte nach einem Eckball ins rechte Eck. Das Tor wurde jedoch einkassiert, da Darvich zeitgleich ein Offensivfoul begangen hatte. Auf der anderen Seite hatte Diego Deisadze nach einem Lapsus im deutschen Aufbauspiel den Ausgleich auf dem Fuß, sein Schuss ging aber am Tor vorbei (49.).
Joker Ibrahimovic auffällig, Pejcinovic mit zweitem Tor
Die folgende Viertelstunde war von einem intensiven Schlagabtausch geprägt. Deutschland drückte auf das 2:0, während Georgien mit gelegentlichen Chancen am Ausgleich schnupperte. Nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung verpasste der eingewechselte Arijon Ibrahimovic die vermeintliche Vorentscheidung. Nach einer feinen Kombination stand der Augsburger frei vor dem georgischen Tor, verfehlte aber knapp (67.). Rund 120 Sekunden später machte es Pejcinovic besser und erzielte den zweiten Treffer für die DFB-Elf (69.).