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Sozialpolitiker bekräftigt Brandmauer

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„In dem Moment ist die CDU kaputt“: Sozialpolitiker prophezeit Untergang bei Zusammenarbeit mit der AfD

Von: Christian Stör

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Kurz vor der Wahl in Sachsen-Anhalt warnt CDU-Mann Dennis Radtke vor jeder Zusammenarbeit mit der AfD. Er zieht dabei eine harte Grenze.

Berlin – Die AfD ist für Dennis Radtke ein rotes Tuch. Wenige Tage vor der Landtagswahl Sachsen-Anhalt redete der Vorsitzende des CDU-Arbeitnehmerflügels seiner Partei deshalb noch einmal eindringlich ins Gewissen: „In dem Moment, wo wir mit dieser Partei zusammenarbeiten, sie in Verantwortung bringen, ist die CDU kaputt“, sagte der CDA-Chef im ZDF. „Das muss einfach jedem klar sein.“

Entsprechend kritisch äußerte sich Radtke in der TV-Sendung „maybrit illner“ zu möglichen Bestrebungen innerhalb der CDU-Fraktion im Magdeburger Landtag für eine Koalition mit der AfD: „Wer das will und wer so etwas durchzieht“, der gebe damit der AfD, was sie möchte. Der Sozialpolitiker appellierte an die Verantwortung seiner Parteifreunde in Sachsen-Anhalt auch für die Bundes‑CDU. Die „Verantwortung für das Große und Ganze“ höre „nicht am eigenen Ortseingangsschild auf“, mahnte er.

Vor der Wahl in Sachsen-Anhalt: CDU-Mann Radtke bekräftigt Brandmauer zur AfD

Die sogenannte Brandmauer hält Radtke weiterhin für „richtig“. Die CDU könne nicht dazu verpflichtet werden, „mit einer Partei zu reden und zu verhandeln, die diametral dem entgegensteht, was christdemokratische DNA ist“, sagte er. Die AfD sei keine „CDU von früher“, sondern „von Tag eins an“ eine antieuropäische, antiwestliche und prorussische Partei. „Mit diesen Leuten verbindet uns nichts.“ Radtke bekräftigte im Zuge dessen den Grundsatzbeschluss seiner Partei, auf dessen Grundlage die CDU eine Zusammenarbeit sowohl mit der AfD als auch mit der Linkspartei ausschließt.

Deutliche Kritik übte Radtke am Umgang der Bundesregierung und besonders der CDU mit den Sorgen und Nöten vieler Menschen. In den vergangenen drei Jahren seien Energiekosten, Mieten und Lebensmittelpreise um jeweils bis 40 Prozent gestiegen. Dies entscheide bei Millionen von Menschen darüber, ob sie am Ende des Monats noch ein kleines Plus im Portemonnaie hätten oder „pleite“ seien.

Wahl in Sachsen-Anhalt: CDU-Politiker Radtke warnt vor AfD-Kurs

Radtke kritisierte: „Aus meiner Wahrnehmung hat auch meine Partei, diese gesamte Koalition, diese Fragestellung überhaupt nicht klar genug adressiert und liefert da ausreichend.“ Gerade die wirtschaftlichen Abstiegserfahrungen und Abstiegsängste seien aber ein „Haupttreiber“ für den Zulauf der AfD in Ostdeutschland. „Das muss die politische Mitte in diesem Land klarer adressieren.“

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