SpaceX-Umsätze übertreffen Erwartungen, aber Verluste lassen Aktie fallen
close notice This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication. . SpaceX hat die ersten Quartalsergebnisse veröffentlicht, seit das Unternehmen von Elon Musk den bislang wertvollsten Börsengang hinlegen konnte. Die Umsätze konnten die Erwartungen der Marktbeobachter zwar übertreffen, und die Verluste fielen insgesamt geringer als befürchtet. Doch die millionenschweren Betriebsverluste in zwei der drei Geschäftsbereiche haben viele Anleger offenbar enttäuscht. Der Aktienkurs hat nach Börsenschluss um rund 8 Prozent nachgegeben. Weiterlesen nach der Anzeige Mitte Juni war SpaceX der Rekordbörsengang geglückt. Nachdem der Aktienkurs zunächst um fast 20 Prozent gestiegen war, war das Unternehmen damit mehr als zwei Billionen US-Dollar wert. Wertvoller waren nur Microsoft, Apple, Alphabet und Nvidia. Die Euphorie hat aber nicht lange angehalten. Schon einen Monat später fiel der Kurs der SpaceX-Aktie unter den Ausgabepreis. Experten beklagen, dass es dem Unternehmen an Substanz fehlt, denn einzig der Satelliteninternetdienst Starlink macht Gewinn. Das zeigt sich auch im SpaceX-Finanzbericht des Ende Juni abgeschlossenen zweiten Quartals. Demnach konnte der Konzern den Umsatz im Vergleich zum selben Quartal des Vorjahres um 92 Prozent auf 7,81 Milliarden Dollar steigern und den Nettoverlust dabei nahezu halbieren – von 1,0 Milliarden auf zuletzt 541 Millionen Dollar. Analysten hatten laut CNBC mit 6,93 Milliarden Dollar Umsatz und einem mehr als doppelt so hohen Verlust gerechnet. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wurde sogar um 191 Prozent von 1,2 auf jetzt 3,5 Milliarden Dollar erhöht. Raumfahrt und KI mit hohen Betriebsverlusten Der Blick auf die drei Geschäftsbereiche Space (Raumfahrt), Connectivity (Starlink) und AI (Rechenzentren und KI-Modelle) offenbart allerdings die Verlustzonen. Zwar haben alle drei Segmente mehr Umsatz erzielt, als Wall-Street-Experten erwartet hatten, aber die Raumfahrtsparte schreibt 542 Millionen Dollar und der KI-Bereich sogar 1,26 Milliarden Dollar Betriebsverlust. Zwar konnten das KI-Modell Grok und X (ehemals Twitter) nach SpaceX-Angaben mehr Abonnenten gewinnen und dadurch höhere Umsätze generieren, aber Ausgaben in Forschung und Entwicklung haben sich in diesem Bereich gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt. Nur das Connectivity-Segment erzielte einen Betriebsgewinn, der im Jahresabstand sogar um 79 Prozent auf 1,66 Milliarden Dollar gesteigert werden konnte. Das liegt an der Verdopplung der Nutzerzahlen gegenüber 2025. Starlink konnte die Zahl der Abonnenten von 6 auf 12 Millionen steigern. Im letzten Vierteljahr sind allein 1,7 Millionen Nutzer hinzugekommen. Allerdings ist der durchschnittliche Umsatz pro Abonnent gegenüber dem Vorjahr von 85 auf 66 Dollar pro Monat gefallen. Trotz SpaceX-Optimismus gibt der Aktienkurs nach Weiterlesen nach der Anzeige Trotzdem bleibt SpaceX optimistisch. „Wir haben das zweite Quartal mit Barmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten und marktgängigen Wertpapieren im Wert von 100 Milliarden US-Dollar sowie einem Auftragsbestand von 47,5 Milliarden US-Dollar abgeschlossen“, erklärt SpaceX-Finanzchef Bret Johnsen. „Diese Finanzkraft verschafft uns erheblichen Spielraum für Investitionen in Starship, Starlink-Satelliten für Breitband- und Mobilfunkdienste sowie unsere KI-Plattform, während wir gleichzeitig an einem disziplinierten Rahmen für die langfristige Kapitalallokation festhalten.“ Der Aktienkurs von SpaceX hat im Laufe des gestrigen Börsentages um 9,4 Prozent angezogen, war mit rund 125 Dollar allerdings weiterhin unter dem Ausgabepreis von 135 Dollar zum Börsengang geblieben. Nach Veröffentlichung des Quartalsberichts hat das Papier nachbörslich aber wieder um rund 8 Prozent nachgegeben.