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Spanien: Argentiniens Präsident Milei beschimpft Regierungschef Sánchez als Dieb

Welt

Dieser Ausdruck wurde am 21.10.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert.

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Besuch in Madrid Argentiniens Präsident Milei beschimpft Spaniens Regierungschef Sánchez als Dieb

Der argentinische Präsident Milei wirft Spaniens Regierungschef vor, den Migrantenansturm auf Ceuta für Wählerstimmen gefördert zu haben. Ein Treffen mit Sánchez schließt er aus – und begründet das mit scharfen Worten.

21.10.2026, 14.05 Uhr

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Argentiniens Präsident Javier Milei hat bei einem Besuch in Spanien gegen Regierungschef Pedro Sánchez ausgeteilt. Er wolle sich während seines Aufenthalts in Madrid auf keinen Fall mit Sánchez treffen, sagte der ultraliberale Politiker bei einem Auftritt auf einem Forum in der spanischen Hauptstadt. »Ich werde keinen Verbrecher und Dieb wie Sánchez besuchen, denn dann müsste ich mir die Taschen zunähen lassen, damit ich nicht ausgeraubt wieder herauskomme«, sagte er.

Außerdem warf Milei Sánchez in Madrid vor, den massiven Ansturm von Migranten auf die spanische Nordafrikaexklave Ceuta gezielt gefördert zu haben, um bei Wahlen mehr Stimmen zu bekommen. Ende Juli waren nach verschiedenen Schätzungen bis zu 80.000 Migranten nach Ceuta gelangt. Nach Regierungsangaben sind allerdings die meisten Ankömmlinge inzwischen nach Marokko zurückgekehrt. Der Ansturm hatte in der EU massive Kritik an Madrid ausgelöst, hauptsächlich von konservativen Regierungen und Parteien.

Eine Stellungnahme der linksgerichteten Regierung in Madrid zu Mileis Äußerungen gab es zunächst nicht. Der staatliche Fernsehsender RTVE kommentierte, Milei habe sich mit seinen Aussagen in den spanischen Wahlkampf eingemischt. Am 29. November finden im EU-Land vorgezogene Parlamentswahlen statt. Diese hatte Sánchez ausgerufen, nachdem das Parlament mehrere Maßnahmen gegen die Wohnungsnot gekippt hatte.

Die rechtspopulistische Partei Vox wird bei der Abstimmung Umfragen zufolge ihre derzeit 33 Sitze etwa verdoppeln und bei der Bildung der neuen Regierung eine entscheidende Rolle spielen. Parteichef Santiago Abascal sagte, Mileis Äußerungen seien keine Beleidigungen. »Ich habe Sánchez schon mehrfach als Tyrann und Autokrat bezeichnet.« Sánchez sei »eine Gefahr für Spanien«. Milei sei dagegen »ein Freund und ein Verbündeter«.

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Es ist nicht das erste Mal, dass Milei bei einem Besuch in Spanien für einen diplomatischen Eklat sorgt. Der Mann, der sich als »Anarchokapitalist« bezeichnet, hatte bereits 2024 in Madrid Sánchez und dessen Frau Begoña unter anderem als korrupt bezeichnet. Außenminister José Manuel Albares sprach damals von »Frontalangriff auf unsere Demokratie, auf unsere Institutionen und auf Spanien«. Die Regierung von Sánchez zog damals außerdem ihre Botschafterin in Buenos Aires für mehrere Monate ab.

asc/dpa

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