Sparkassen-Coup von Gelsenkirchen: Polizei führt 30 Schließfach-Kunden vor
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Gelsenkirchen (NRW) – Neue Wende im Millionen-Coup von Gelsenkirchen: Die Polizei lädt jetzt 30 Schließfach-Besitzer zwangsweise vor. Die Männer und Frauen galten bislang selbst als Geschädigte des spektakulären Einbruchs in den Sparkassen-Tresor. Doch weil sie seit Monaten jede Vorladung ignorieren, greift die Staatsanwaltschaft nun zu einem ungewöhnlichen Mittel. Nach BILD-Informationen prüfen die Ermittler auch, ob einige von ihnen mehr über die Täter wissen könnten. Die Polizei betont: Man müsse alle Geschädigten vernehmen, um die Tat aufzuklären. Trotzdem ist die Zwangsmaßnahme äußerst ungewöhnlich, denn die 30 Männer und Frauen gelten eigentlich selbst als Geschädigte des spektakulären Sparkassen-Coups. Führt eine neue Spur zu den Tätern? Nach BILD-Informationen erhoffen sich die Ermittler dabei auch eine Spur, die zu den Tätern führt. Sie prüfen offenbar, warum sich die Betroffenen trotz des mutmaßlich hohen Schadens bis heute nicht gemeldet haben. Der Verdacht: Unter den Schließfach-Inhabern könnten sich Personen befinden, die den Tätern bei der Vorbereitung geholfen haben. So wird unter anderem geprüft, ob Schließfächer in der Filiale der Sparkasse in Gelsenkirchen-Buer ( Nordrhein-Westfalen ) angemietet wurden, um den Tresorraum auszuspionieren. Auch möglich: Einzelne Fächer wurden für kriminelle Zwecke genutzt – deshalb schweigen die Besitzer. Nähere Angaben dazu machte die Polizei nicht. Die Arbeit der „EK Kernbohrer“ laufe weiter auf Hochtouren, so die Polizei. Mehr als 100 Millionen Euro Beute Der Fall hatte Ende Dezember 2025 bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Der Banküberfall zählt zu den größten Coups der deutschen Kriminalgeschichte. Unbekannte Täter hatten die Weihnachtstage genutzt, um in die Sparkasse einzubrechen. Sie bohrten mit schwerem Gerät ein Loch in den Tresorraum und brachen dort mehr als 3100 Schließfächer auf.