Spaßturnier in London Zverev setzt auf die Team-Magie des Laver Cups
Schon am vergangenen Sonntag war Alexander Zverev voller Vorfreude: "Es ist ein toller Wettbewerb, bei dem man sich mit den besten Spielern der Welt messen kann", sagte der beste deutsche Tennisprofi nach dem 3:1-Erfolg im Davis Cup gegen Kroatien in Halle/Westfalen.
Schließlich ist wieder Laver Cup. Ein Wettbewerb, der den Spielern zwar keine Punkte, aber viel Spaß bringt. Auch wenn Jannik Sinner und Ben Shelton nicht dabei sein werden.
An eine Wettkampfpause denkt der 29 Jahre alte Zverev derzeit jedenfalls nicht. Vor allem deshalb nicht, weil er diesen Team-Wettbewerb - der von Freitag (25.09.2026) bis Sonntag in London ausgetragen wird - so sehr liebt. Selbst wenn er dafür keine Weltranglistenpunkte bekommt.
Zverev will in diesem Jahr auch noch unbedingt die Nummer eins der Welt werden und den Italiener Sinner überholen. Aber das kann noch warten bis nach dem kommenden Wochenende.
Zverev ist der Topspieler
Carlos Alcaraz, Flavio Cobolli, Rafael Jodar, Jakub Mensik und Casper Ruud stehen neben Zverev im Team Europa. Kapitän ist Ex-Profi Yannick Noah. Als Ersatz steht der Brite Arthur Fery bereit. "Wir wollen natürlich versuchen zu gewinnen", sagte der gebürtige Hamburger.
Bisher war er stets einer unter vielen Top-Spielern. Nach seinen zwei Grand-Slam-Siegen und einer Finalteilnahme in diesem Jahr ist Zverev sogar der große Star, der bestgesetzte Spieler des Turniers - was ihm einen zusätzlichen Reiz verschaffen dürfte.
Federer, Nadal, Djokovic waren begeistert dabei
Die große Besonderheit eines Mannschaftsgefühls, das in den vergangenen Jahren stets alle Teilnehmer befallen hat und das für die Einzelkämpfer auf dem Tenniscourt so selten ist, versprüht einen zusätzlichen Reiz. Gerade gemeinsam mit den sonstigen direkten Konkurrenten ein gemeinsames Ziel zu erreichen, scheint Jahr für Jahr eine besondere Magie zu entfalten.
Schon Roger Federer, Rafael Nadal und auch Novak Djokovic, die Ausnahmespieler einer besonderen Generation, ließen sich von diesem Wettbewerb in ihren Bann ziehen - und gaben ihren Mitspielern sogar während der Matches Tipps.
Das Team World - das im vergangenen Jahr in San Francisco triumphierte - um Taylor Fritz, Alex de Minaur, Brandon Nakashima, Alexander Bublik, Lerner Tien und Francisco Cerundolo sowie Ersatzspieler Ignacio Buse tritt in der englischen Hauptstadt an, um den Titel zu verteidigen. Teamkapitän ist Ex-Weltklassespieler Andre Agassi.
Der Modus
Teams und Dauer: Jedes Team besteht aus sechs Spielern. Ein Teil qualifiziert sich über die Weltrangliste, die restlichen Plätze werden von den Teamkapitänen als Wildcards vergeben. Das Turnier läuft über drei Tage. An jedem Tag finden vier Matches statt (jeweils drei Einzel und ein Doppel) – insgesamt also zwölf Matches.
Punktevergabe: Die Besonderheit des Turniers ist, dass die Siege von Tag zu Tag mehr wert sind, damit das Event bis zum Ende spannend bleibt. Freitag: Jedes gewonnene Match bringt einen Punkt. Samstag: Jedes gewonnene Match bringt zwei Punkte. Sonntag: Jedes gewonnene Match bringt drei Punkte.
Matchregeln: Alle Partien werden im "Best-of-three"-Modus gespielt. Steht es nach Sätzen 1:1, wird kein Entscheidungssatz ausgespielt, sondern direkt ein Match-Tiebreak (bis zehn Punkte) ausgetragen. Kein Spieler darf innerhalb der ersten beiden Tage mehr als ein Einzel bestreiten. Mindestens vier der sechs Spieler müssen im Doppel eingesetzt werden.