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Später Woltemade-Ersatz Deshalb passt Dzenan Pejcinovic gut zum VfB Stuttgart

Sport

Plötzlich musste alles ganz schnell gehen beim VfB Stuttgart. Kurz vor Ende des Transferfensters war den Schwaben Ende August 2025 Nick Woltemade von Bord gegangen, obwohl der damalige DFB-Pokalsieger mit dem Shootingstar fest geplant hatte. Doch das Angebot von Newcastle United war zu verlockend und zu hoch dotiert, um es ablehnen zu können. Bis zu 85 Millionen Euro inklusive Boni sollen dem Premier-League-Klub die Dienste Woltemades wert gewesen sein. Hyeon-gyu Oh besteht den Medizincheck nicht Dem Vernehmen nach war VfB-Trainer Sebastian Hoeneß damals alles andere als erfreut darüber, dass ihm ein Eckpfeiler im Sturm wegbrach, obwohl die Saison bereits lief. Der Stuttgarter Sportvorstand Fabian Wohlgemuth suchte deshalb mit Hochdruck nach einem Ersatz für Woltemade und fand diesen auch: Hyeon-gyu Oh vom KRC Genk war der Wunschkandidat als neuer Angreifer. Medienberichten zufolge waren die Schwaben bereit, 27 Millionen Euro plus Boni zu zahlen. Der Südkoreaner fiel dann allerdings beim Medizincheck durch, ein früherer Kreuzbandriss soll der Grund dafür gewesen sein. VfB-Trainer Sebastian Hoeneß sieht "noch Bedarf" Der VfB Stuttgart ging schließlich mit nur zwei Stürmern, Deniz Undav und Ermedin Demirovic, in die Saison 2025/2026. Beide fielen jeweils einmal länger aus, machten ihre Sache ansonsten überragend (Undav) und ordentlich bis gut (Demirovic). Doch jetzt, mit einem Jahr Verspätung, ist der neue Angreifer mit Dzenan Pejcinovic da. "Fest steht, dass wir auf der Position noch Bedarf sehen", hatte Coach Hoeneß beim Trainingsauftakt zu Protokoll gegeben. Dem Wunsch des Coaches wurde nun - wenn man so will - mit langer Verspätung entsprochen. Der Vierte der abgelaufenen Spielzeit ist damit breiter aufgestellt als zuletzt. Wichtig für den Kampf in drei Wettbewerben. Ist Dzenan Pejcinovic einer für die DFB-Auswahl? Der deutsche U-21-Nationalspieler (sieben Spiele, zwei Tore), der 2022 für 1,25 Millionen Euro aus Augsburg zu den Wölfen kam, gilt als Mann der Zukunft. Bei den Niedersachsen hatte er sich letzte Saison mit neun Bundesliga-Treffern ins Rampenlicht gespielt. Auch beim Neuaufbau der Nationalmannschaft fällt sein Name immer wieder. Der VfB Stuttgart überweist auch deshalb 25 Millionen Euro an den VfL Wolfsburg. Pejcinovic ist damit nach Deniz Undav (2024, 26,7 Millionen Euro) der zweitteuerste Einkauf der Schwaben überhaupt. Gute Ergänzung zu Undav und Demirovic Viel Geld, das Wohlgemuth und Co. aber für gut angelegt halten. Denn Pejcinovic kann als klassischer Stoßstürmer mit einem ausgeprägten Torriecher das noch fehlende Puzzleteil in der Stuttgarter Offensive sein. Idealtypisch ergänzt er sich im VfB-Angriff mit dem technisch starken und mit viel Spielintelligenz ausgestatteten Undav, der ohnehin am liebsten um einen echten Mittelstürmer herumspielt, und Demirovic, der mit seiner Körperlichkeit die Gegenspieler beschäftigen und binden kann. Pejcinovic mit seiner Körpergröße von 1,90 Metern bringt zudem eine Kopfballstärke mit, die weder Undav noch Demirovic aufweisen können. Darüber hinaus macht der 21-Jährige viele Bälle fest. Eine Komponente, die dem Stuttgarter Spiel seit dem Abgang von Serhou Guirassy im Sommer 2024 zum BVB etwas fehlt. Und schließlich gilt Pejcinovic als sehr laufstark im Gegenpressing - eine Eigenschaft, die VfB-Coach Hoeneß gut gefallen dürfte. "Möglichkeit, den nächsten Schritt in meiner Karriere zu machen" Pejcinovic jedenfalls ist froh, endlich beim VfB zu sein. "Ich sehe die Möglichkeit, den nächsten Schritt in meiner Karriere zu machen, mich bei einem Topverein und Champions-League-Teilnehmer weiterzuentwickeln", wird er in der Stuttgarter Pressemitteilung begleitend zu seinem Wechsel zitiert. Worte, die belegen, dass der 21-Jährige unbedingt zum VfB Stuttgart wollte. Das Mindset stimmt also, der lange Poker ist beendet. Wenn Pejcinovic seine Qualitäten jetzt auch auf den Platz bringt, dann kann der Transfer zur "Win-Win-Situation" werden - für Spieler und Klub. Und der Woltemade-Ersatz ist endlich da - wenn auch mit einem Jahr Verspätung.

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