DAX +1,15 % 25.704,02 Pkt 18:00:00 MDAX +0,45 % 30.425,40 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,05 % 6.167,81 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,22 % 52.475,10 Pkt 22:18:52 S&P 500 +0,88 % 7.743,98 Pkt 22:18:42 Nasdaq +1,45 % 26.549,85 Pkt 22:15:59 Nikkei +0,27 % 64.124,34 Pkt 03:27:55 Gold -0,51 % 4.053,90 USD 03:32:54 Silber -1,76 % 53,34 USD 03:32:55 Brent -2,91 % 110,57 USD 03:32:34 WTI +1,86 % 101,76 USD 03:32:54 Bitcoin -2,00 % 79.633,86 USD 03:42:51 EUR/USD +0,22 % 1,11540 USD 03:42:46 EUR/GBP +0,07 % 0,83670 GBP 03:42:56 EUR/CHF +0,08 % 0,92300 CHF 03:42:56 EUR/JPY +0,03 % 175,852 JPY 03:42:56

SPD fordert weiter Änderungen an Pflegereform

Nation

Vom Gesundheitsministerium sei nur ein Kürzungsvorschlag vorgelegt worden; seine Partei bestehe aber auf Strukturreformen, sagte Miersch. Die SPD-Fraktionen im Bund, in den Ländern und im Europaparlament veröffentlichten eine gemeinsame Erklärung. Darin heißt es, Pflege dürfe kein Armutsrisiko sein, weder für Pflegebedürftige, noch für ihre Familien. Wer sein Leben lang gearbeitet und Beiträge gezahlt habe, müsse sich darauf verlassen können, im Pflegefall gut versorgt zu sein. Deshalb brauche es einen Pflegekostendeckel, der die Kosten wirksam begrenze. Zudem müsse über die gerechte Verteilung der Lasten gesprochen werden.

CDU-Politiker Laumann äußert Unverständnis über geforderte Änderungen

Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Laumann sagte im Deutschlandfunk, die Wünsche der SPD kosteten alle sehr viel Geld, und dieses Geld sei nicht da. Laumann erklärte, Sinn des Gesetzes sei das Sparen, um zu verhindern, dass die Beiträge zur Pflegeversicherung stiegen. Er verstehe nicht, warum man dann immer wieder neue Leistungen ins Spiel bringe. Laumann sagte, er würde eher von Spargesetzen reden, nicht von Reformen.

Auch Bundesgesundheitsminister wies SPD-Forderungen zurück

Bundesgesundheitsminister Linnemann von der CDU will seinen Gesetzentwurf zur Pflegereform morgen im Kabinett zur Abstimmung stellen. Er will vor allem die Finanzen der Kassen stabilisieren. Der Minister hatte die Forderungen aus der SPD bereits am Wochenende zurückgewiesen.

Linnemanns Pläne sehen unter anderem höhere Hürden für eine Einstufung in einen Pflegegrad vor. Strukturelle Änderungen bei der Pflege sollen den Plänen zufolge ab Oktober in einer Kommission beraten werden.

Für 2026 Defizit von 4,4 Milliarden Euro erwartet

Laut dem Spitzenverband der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung könnte der Pflegeversicherung ohne weitere Zuschüsse schon ab Oktober die Zahlungsunfähigkeit drohen. Für dieses Jahr wird ein Defizit von 4,4 Milliarden Euro erwartet. 2027 könnte die Finanzlücke auf zehn Milliarden Euro steigen.

Diese Nachricht wurde am 29.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

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