DAX +2,24 % 26.202,35 Pkt 18:00:00 MDAX +1,81 % 32.559,91 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,94 % 6.486,70 Pkt 18:00:00 Dow Jones +3,05 % 54.085,88 Pkt 22:42:17 S&P 500 +3,30 % 7.736,52 Pkt 22:42:18 Nasdaq +4,77 % 26.584,99 Pkt 23:15:59 Nikkei +2,98 % 65.861,00 Pkt 04:35:03 Gold +3,84 % 4.188,70 USD 05:27:03 Silber +5,90 % 61,07 USD 05:27:03 Brent -6,48 % 78,34 USD 05:23:56 WTI -7,16 % 74,59 USD 05:26:59 Bitcoin +0,05 % 64.083,94 USD 05:37:02 EUR/USD +0,28 % 1,15390 USD 05:36:57 EUR/GBP +0,04 % 0,85730 GBP 05:37:05 EUR/CHF -0,09 % 0,93170 CHF 05:37:05 EUR/JPY +0,22 % 181,673 JPY 05:37:06

SPD-Gruppe attackiert Union: Empörung über „Klassenkampf von oben“

Nation

TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Berlin – Jetzt kracht es auch in der SPD! Das Forum DL21 („Demokratische Linke“), eine Gruppierung am linken Rand der Partei, rechnet in einem Strategiepapier gnadenlos mit der eigenen Partei- und Regierungsführung ab. Und will den Sozialismus einführen! BILD liegt das Dokument vor. Der Hauptvorwurf der Genossen: „Wir erleben, wie sich der Klassenkampf von oben verschärft.“ Gemeint: Die Autoren werfen CDU und CSU vor, Politik gegen weite Teile der Bevölkerung zu machen! Zur Rolle der SPD in der Koalition schreiben sie, sie versuche zwar, „Schlimmeres zu verhindern“, doch: „Der Versuch steht auf verlorenem Posten.“ Die SPD verliere ihre Glaubwürdigkeit als Interessenvertretung der Arbeitnehmer. DL21 ruft deshalb unverhohlen zum Bruch der Koalition auf: „Reformen, die den Klassenkampf von oben vorantreiben, dürfen keine Mehrheit finden.“ Konkret soll die SPD die Lockerung des Kündigungsschutzes, Kürzungen beim Wohngeld oder Sozialabbau verhindern. Zugleich fordert die Gruppe „Vermögensteuern und eine gerechtere Erbschaftsteuer“ sowie „Preisobergrenzen für Inflationstreiber wie Sprit, Strom, Energie und Lebensmittel“. SPD-Gruppe will zurück zum Sozialismus Besonders brisant: die Forderung nach „Mietendeckel und Vergesellschaftungen“, also die Enteignung großer Wohnungskonzerne. Und noch mehr: Langfristig wollen sie hin zum Sozialismus! Auch das SPD-Grundsatzprogramm, das Ende 2027 kommt, soll umgeschrieben werden: „Wir werden darum kämpfen, dass (…) der Sozialismus nicht bloß als abstrakter Wert auftaucht, sondern als politisches Ziel der Sozialdemokratie bestimmt wird.“ Die Genossen in der Fraktion zeigen sich unbeeindruckt. Es gebe nun mal auch in der SPD kritische Stimmen, „aber das macht im Bundestag keinen nervös“, heißt es auf BILD-Nachfrage. Und weiter: „Wir müssen Reformen auf den Weg bringen, damit es in diesem Land vorangeht. Mit Klassenkampf ist keinem geholfen.“ Der Bundestagsabgeordnete Jan Dieren (35), der im DL21-Vorstand sitzt, gilt intern als problematisch. Denn: Er stimme „regelmäßig gegen die eigene Fraktion“, beklagen seine Parteifreunde. Dieren hat beispielsweise als einziger Genosse „Nein“ gesagt zur Modernisierung des Wehrdienstgesetzes.

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