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Spekulationen über blaue Flecken: Trump trägt beim Empfang von Chinas Staatschef Handschuhe - bei 18 Grad

Allgemein

Chinas Präsident Xi Jinping ist zu einem dreitägigen Staatsbesuch in den USA angekommen. Xi und seine Ehefrau Peng Liyuan landeten am Mittwochabend (Ortszeit) auf einem Militärflugplatz nahe der Hauptstadt Washington. Empfangen wurden sie dort von US-Präsident Donald Trump und seiner Ehefrau Melania. Die Präsidenten tauschten am Fuß der Flugzeugtreppe ein paar Worte aus, ehe Kinder Xi und seiner Frau Blumensträuße überreichten.

Lauter Überflug bringt Trump aus der Fassung

Nach einem kurzen Gang über den roten Teppich spielte eine Militärkapelle die Nationalhymnen beider Länder. Während der US-Hymne flogen Bomber vom Typ B1 über die Gäste der Zeremonie – der Lärm war so ohrenbetäubend, dass Trump das Gesicht verzog und sich mit einer Bemerkung an Xi wandte. Die Szene sorgte für Spott.

Anschließend verließen die Staatschefs in unterschiedlichen Autos das Rollfeld.

Trump trägt Wintermantel und Handschuhe

Auffällig: Bei spätsommerlichen 18 Grad Celsius trug Trump während der gesamten Zeremonie einen dicken Mantel und Handschuhe, die er nur kurz zur Begrüßung auszog. Blutergüsse an Trumps Händen hatten in der Vergangenheit immer wieder zu Spekulationen über seine Gesundheit geführt.

Vor dem Besuch war auch über Xis Gesundheitszustand spekuliert worden: Auf dem Gipfeltreffen der Brics-Staaten Mitte des Monats soll sich der 73-Jährige nicht wohlgefühlt haben, berichtete das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Zum Galadinner der Staats- und Regierungschefs war Xi nicht gekommen und ließ sich durch Außenminister Wang Yi vertreten. Indiens Außenministerium dementierte Gerüchte über einen Ohnmachtsanfall oder gar Herzinfarkt; der chinesische Präsident habe sich lediglich ausruhen wollen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur „Press Trust of India“.

Viele Konfliktpunkte

Themen werden neben dem Handelsstreit beider Länder sehr wahrscheinlich auch die Sicherheit im Umgang mit Künstlicher Intelligenz sein. Zudem dürften Trump und Xi auch über globale Konflikte wie den Iran-Krieg und den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sprechen.

Noch vor den für Donnerstag geplanten Gesprächen hatte US-Finanzminister Scott Bessent eine erste Einigung verkündet: Ein am 10. November auslaufendes Abkommen, das eine Zollpause im Handelsstreit zwischen den beiden Ländern vorsieht, sei um zwei Monate bis zum 10. Januar verlängert worden, sagte Bessent dem Sender Fox News nach einem Treffen mit dem chinesischen Vizeregierungschef He Lifeng.

Die Erwartungen an einen umfassenden Durchbruch bei dem Treffen zwischen Trump und Xi werden als gering eingeschätzt. Insidern zufolge dürfte Xi die Ansprüche Pekings auf Taiwan nachdrücklich bekräftigen, während Trump trotz chinesischer Einwände an strengen US-Exportkontrollen festhalten will.

Dennoch könnten die Verhandlungen zu Vereinbarungen über niedrigere Zölle in bestimmten Sektoren, über eine Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Drogenschmuggels sowie eine Ausweitung des militärischen Dialogs führen. Zudem wird erwartet, dass Trump sich für die Freilassung von in China inhaftierten US-Bürgern einsetzt.

Nach seiner Landung betonte Xi, sein Land und die USA sollten Partner und keine Rivalen sein. Er freue sich auf den Austausch mit Trump, sagte er der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag.

„Die historische Notwendigkeit der friedlichen Koexistenz zwischen China und den USA hat sich nicht geändert“, sagte Xi weiter. Er sei zuversichtlich, dass beide Länder „in der neuen Ära“ den richtigen Weg finden könnten, um miteinander auszukommen.

Militärschau und Staatsbankett

Trump will für Xi bis Freitag ein umfangreiches Programm auffahren, inklusive Militärschau und Staatsbankett.

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