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Spekulationen um Insiderhandel: Verdächtige Krypto-Käufe vor Trump-Gipfel im Weißen Haus

Technologie

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Washington – Erneut sorgen auffällige Bewegungen am Kryptomarkt vor einem politischen Großereignis für Aufsehen: Die Regierung von US-Präsident Donald Trump (80) sieht sich einmal mehr mit Vorwürfen des möglichen Insiderhandels konfrontiert. Auslöser ist der Kauf tausender Einheiten der Kryptowährung Ethereum (ETH) im Wert von mehreren Millionen US-Dollar durch einen anonymen Händler kurz vor einem Treffen im Weißen Haus mit führenden Vertretern der Kryptoindustrie.

Wie die US-amerikanische Finanznachrichtenseite „TheStreet“ berichtet, erwarb eine bislang unbekannte Krypto-Wallet (eine digitale „Brieftasche“ zum Senden, Empfangen und Verwalten von Kryptowährungen) rund zwei Tage vor einem Krypto-Gipfel im Weißen Haus 5.000 ETH im Wert von etwa 9,53 Millionen US-Dollar. Der Kauf erfolgte unmittelbar vor Gesprächen zwischen Donald Trump, dem Vorsitzenden der für die Kryptoderivate zuständigen Behörde CFTC und hochrangigen Vertretern der Branche. Zu den Branchenteilnehmern gehörten unter anderem Führungskräfte der Unternehmen Coinbase, Ripple und Chainlink sowie des Prognosemarktes Kalshi. Das Treffen fand in einer Phase statt, in der in Washington um neue Regeln für digitale Vermögenswerte gerungen wird.

Besonders auffällig war nicht nur das Volumen des Kaufs, sondern auch das anschließende Staking der erworbenen Coins. Dabei werden ETH im Netzwerk gebunden, um Transaktionen abzusichern und dafür Erträge zu erzielen, vergleichbar mit Zinszahlungen. Anders als bei einem kurzfristigen Spekulationsgeschäft deutet dieses Vorgehen auf einen längerfristigen Anlagehorizont hin. Gerade deshalb wirft der Zeitpunkt des Kaufs Fragen auf: Verfügte der Besitzer der Wallet womöglich über Informationen über das geplante Treffen im Weißen Haus, die dem Markt noch nicht bekannt waren?

Konkrete Hinweise auf Insiderwissen gibt es bislang nicht, jedoch häufen sich die Fälle, bei denen große Positionen im Kryptomarkt kurz vor politischen Veranstaltungen oder Ankündigungen der Trump-Regierung aufgebaut worden waren. Ein Zusammenhang mit Insiderwissen konnte bislang jedoch in keinem Fall nachgewiesen werden, vermutlich auch, weil klassische Insiderhandelsregeln nur schwer auf Kryptowährungen übertragbar sind.

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