Spekulationen um Krösche-Aus bei Eintracht Frankfurt
Ende einer Ära? Rund um Eintracht Frankfurt mehren sich Spekulationen um einen möglichen Abschied von Sportvorstand Markus Krösche.
Nach Ende der Transferperiode müsse der 45-Jährige "eigentlich direkt gehen", schreibt "Bild". Krösche müsse demnach aufgrund der aktuellen Entwicklungen "den Eindruck haben, in Frankfurt nicht mehr gewollt zu sein", schreibt das Boulevard-Blatt. Es scheine derzeit gar so, "dass Krösche weggeekelt werden soll".
Demnach sei das Vertrauen zwischen dem Ex-Profi und Eintracht Frankfurt seit seinem Wechsel-Poker mit der AC Milan im Juni "zerbrochen". Anscheinend blickt auch der neue Cheftrainer Adi Hütter skeptisch auf Krösches Arbeit. Der Funktionär denke daher über einen Abgang nach.
Die "Frankfurter Rundschau" und der "HR" berichten übereinstimmend ebenfalls von wachsenden internen Zweifel am langjährigen Erfolgsmanager der Hessen.
Nicht nur im Umfeld, sondern auch intern halte man Krösches Transfer-Politik in diesem Sommer für "undurchsichtig" sowie "rätselhaft", heißt es.
Der angebliche Vorwurf: Trotz zahlreicher Baustellen im Kader sei in Sachen Neuzugänge bisher zu wenig passiert - und das, obwohl Gelder für weitere Transfers vom dafür zuständigen Hauptausschuss offenbar längst bewilligt worden sind.
Eintracht Frankfurt beendet Atubolu-Poker
Immerhin: Am Freitag tütete Eintracht Frankfurt nach langem Poker endlich die Verpflichtung von Torhüter Noah Atubolu vom SC Freiburg ein.
Der 24-Jährige wird zunächst bis Saisonende ausgeliehen. Die SGE besitzt nach eigenen Angaben aber eine Kaufoption, die unter bestimmten Voraussetzungen zu einer Kaufverpflichtung umgewandelt wird. Laut "kicker" läge die Ablöse dann bei 12,5 Millionen Euro. Zudem fließt demnach eine Million Euro Leihgebühr in den Breisgau.
"Mit Noah Atubolu gewinnen wir einen starken, ambitionierten und zugleich bereits sehr erfahrenen Torhüter hinzu. Er bringt großes Potenzial, viel Mentalität und die nötige Qualität mit, um unserer Mannschaft wichtige Impulse zu geben", sagte Krösche, der mit dem Deal immerhin eine Kaderlücke geschlossen hat.