DAX +1,75 % 26.039,68 Pkt 18:00:00 MDAX +0,99 % 30.798,65 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,64 % 6.207,07 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,07 % 52.342,56 Pkt 21:33:51 S&P 500 -0,03 % 7.720,39 Pkt 21:32:46 Nasdaq -1,11 % 26.184,73 Pkt 22:15:59 Nikkei -2,12 % 63.290,11 Pkt 07:30:02 Gold -0,96 % 3.992,80 USD 07:47:12 Silber -2,72 % 50,77 USD 07:47:12 Brent -2,47 % 112,04 USD 07:47:16 WTI +0,94 % 102,96 USD 07:47:10 Bitcoin +0,85 % 78.448,98 USD 07:57:13 EUR/USD +0,24 % 1,11830 USD 07:56:43 EUR/GBP -0,26 % 0,83470 GBP 07:57:14 EUR/CHF -0,32 % 0,92060 CHF 07:57:15 EUR/JPY +0,09 % 176,217 JPY 07:57:14

Speyer: Mann+Hummel lehnt IG Metall Vorschlag ab

Wirtschaft

Mann+Hummel teilte mit, das Konzept, das IG Metall, Betriebsrat und Belegschaft erarbeitet hatten, sei "keine tragfähige Alternative" zu den eigenen Planungen. Das Unternehmen will den Standort Speyer bis Ende 2028 schließen und ins Ausland verlagern.

Speyer: Mann+Hummel lehnt IG Metall-Konzept ab

Damit ist das Gespräch zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, den Standort doch noch zu halten, gescheitert. Am Montag um 9 Uhr hatten sich Geschäftsleitung und Gewerkschaft in Speyer getroffen, um über das Alternativkonzept der Arbeitnehmer zu sprechen. Was es genau beinhaltete - darüber herrschte Stillschweigen, Details wurden nicht bekannt.

Speyer

600 Arbeitsplätze sollen gestrichen werden Mann+Hummel in Speyer: Betriebsrat legt alternatives Konzept zur Standortsicherung vor

Wie geht es weiter bei Mann+Hummel? IG Metall und Betriebsrat haben ein alternatives Konzept zur Standortsicherung vorgestellt. Jetzt warten alle auf eine Reaktion der Konzernspitze.

14:00 Uhr SWR4 am Nachmittag SWR4

IG Metall: "Schlag ins Gesicht"

Von einem "Schlag ins Gesicht der Beschäftigten" spricht die IG Metall Ludwigshafen-Frankenthal. "Mit der vollständigen Ablehnung unseres Alternativkonzepts entziehen sich die Verantwortlichen ihrer sozialen Verantwortung gegenüber den Menschen."

So könne man mit Beschäftigten nicht umgehen, sagte Betriebsrat Stefan Kotyrba dem SWR. "Das ist moralisch unverantwortlich, sämtliche Vorschläge, die von der Belegschaft gekommen sind, vom Tisch zu wischen, so kann man mit Menschen eigentlich nicht umgehen". Die IG Metall kündigte an, den Kampf um die Arbeitsplätze bei Mann+Hummel in Speyer weiter zu führen. "Wer glaubt, die Belegschaft würde nach dieser Entscheidung aufgeben, irrt sich", betonte Gewerkschaftssekretär Wladislaw Wolter.

IG Metall will weiter um Erhalt der Arbeitsplätze kämpfen

"Wenn am Ende des Tages der Standort geschlossen wird, dann geht es ja darum, wie das sozial abgefedert werden kann", sagte Wolter dem SWR. "Ich glaube, ausgleichen kann man das nicht, Existenz gegen Geld ist schwierig, aber zumindest abfedern kann man das. Und das wird natürlich auch ein Kernpunkt sein, den wir mit den Beschäftigten und vor allen Dingen mit unseren Mitgliedern diskutieren müssen." Am Dienstagnachmittag wollte die Gewerkschaft die Beschäftigten am Standort Speyer über die gescheiterten Gespräche informieren.

Unternehmen setzt auf Interessenausgleich

Jetzt gehe es vor allem um einen Interessenausgleich, teilte Mann+Hummel mit und hat den Arbeitnehmern einen Vorschlag für einen Interessenausgleich vorgelegt, wie und wann der Standort Speyer geschlossen wird. Ziel sei "einen klaren und verlässlichen Rahmen zu gestalten und faire sowie verantwortungsvolle Übergänge für die betroffenen Beschäftigten zu schaffen", hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens. Im August hatten die Demonstranten in Speyer gegen die Schließung demonstriert.

Stadt Speyer "steht hinter Beschäftigten"

Die Stadt Speyer ist besorgt über das drohende Aus des Standorts. Die unternehmerische Entscheidung könne die Stadt nicht beeinflussen, sagte Mario Daum von der städtischen Wirtschaftsförderung dem SWR. Man habe kein Verständnis für die Schließung des Standorts, denn Mann+Hummel sei ein hochprofitables Unternehmen. "Wir stehen an der Seite der Beschäftigten, die hier den Wirtschaftsstandort prägen und stark gemacht haben. Und wir sind der Meinung, dass man als Unternehmen in Deutschland die deutsche Volkswirtschaft unterstützen muss."

Filterhersteller Mann+Hummel verlagert Produktion ins Ausland

Mann+Hummel führt für die Werksschließung zu hohe Energie- und Arbeitskosten in Europa an. Dazu kämen weltweite Probleme wie Zölle und geopolitische Unsicherheiten. So könne man weder zuverlässig planen noch kostengünstig produzieren.

Wohin genau die Produktion verlagert werden soll, ist bislang aber nicht mitgeteilt worden. Das Unternehmen mit Hauptsitz im baden-württembergischen Ludwigsburg hat weltweit 70 Standorte, nicht nur in Europa, sondern auch in Asien. Das Unternehmen erwirtschaftete 2024 einen Umsatz von 4,2 Milliarden Euro.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren