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Spider-Man Brand New Day: Sony-Tweet versinkt in Kommentaren wütender PlayStation-Fans

Technologie

Sony hat über den offiziellen PlayStation-Account angekündigt, die Produktion von Discs Anfang 2028 für neue Spiele auf PS5 und PS6 einzustellen und komplett auf digitale Spiele umzusteigen. Damit endet eine Ära, was mit berechtigten Befürchtungen einhergeht: Während Videospiele auch auf Disc nur eine Lizenz darstellen, bleiben sie in der Praxis oft dauerhaft nutzbar, zumindest dann, wenn keine Online-Pflicht besteht. Der Erschöpfungsgrundsatz gewährt zudem einen Weiterverkauf und dergleichen. Bei rein digitalen Inhalten sieht das anders aus, wie zuletzt eine Meldung zu Studio Canal in Erinnerung rief. Entsprechend rief auch Sonys Ankündigung trotz des ohnehin schon dominierenden Digitalvertriebs massenhaft wütende Reaktionen hervor. Und die Diskussionen laufen quer über das Internet. Kurz nach der Ankündigung setzte Sony über einen anderen Kanal einen schlichten Tweet ab, der Werbung für „Spider-Man: Brand New Day“ machen sollte. Und die Diskussionen darunter drehten sich kaum um den Film selbst. Werbe-Tweet zu Spider-Man: Brand New Day wird zur Beschwerdewand Der Post kommt mittlerweile auf 5,6 Millionen Aufrufe und knapp 7.000 Kommentare. In den Antworten geht es fast nie um den Film selbst. Stattdessen nutzen viele Spieler den Beitrag, um ihren Unmut über den Wechsel zu Digital-only loszuwerden. „Mann, bring deine PlayStation-Abteilung auf Vordermann – scheiß auf den ganzen Spider-Man-Quatsch!“, schrieb jemand und kassierte dafür rund 45.000 Herzen. Andere zeigten ihre Disc-Sammlung, die mitunter recht üppig ausfällt. Ebenso kam mehrfach die Aufforderung, auf einen PC umzusteigen. Weitere griffen ein älteres PlayStation-Video zum Teilen von Spielen auf der PS4 auf. Wir berichteten bereits: Sony bleibt auf den Social-Media-Kanälen still Derartigen Reaktionen scheint der japanische Medienkonzern bestmöglich aus dem Weg gehen zu wollen. Seit der Ankündigung zum Aus der physischen Spiele ist der offizielle PlayStation-Account in den sozialen Netzwerken verstummt. Offen ist, wie lange Sony schweigen möchte. Hierbei dürften die Japaner auf die Führung von Microsoft schielen, die in der kommenden Woche ebenso kontroverse Ankündigungen machen könnte. Dem Vernehmen nach stehen Massenentlassungen und womöglich Studioschließungen bevor. Digitale Veröffentlichungen verbreiten sich in der laufenden Konsolengeneration immer mehr. Das gilt etwa für „GTA 6“, das zwar auch verpackt in den Handel kommt, aber im Inneren der Hülle nur einen Code enthält. Aufgrund der Marketingpartnerschaft zwischen Rockstar Games und Sony Interactive Entertainment darf zumindest spekuliert werden, ob beide Entscheidungen zusammenhängen.

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