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Spider-Man in Russland: Blockbuster läuft illegal als Vorprogramm

Unterhaltung

TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Eigentlich dürfte „Spider-Man: Brand New Day“ in Russland gar nicht regulär im Kino laufen. Denn der neue Marvel-Blockbuster wird dort nicht offiziell von Sony Pictures vertrieben. Bereits 2022 hatte das Unternehmen seine Kinostarts in Russland nach dem Angriff auf die Ukraine ausgesetzt. Das hält russische Kinobetreiber aber nicht davon ab, den Film seit dem 20. August zu zeigen – teils mehrfach am Tag. Und die Nachfrage ist offenbar riesig. Wie das russische Portal „ CyberMeta “ berichtete, waren in vielen Sälen kaum noch Plätze frei. Teilweise standen mehr als 20 Vorstellungen am Tag im Programm. Für Tickets wurden zwischen 400 und 8000 Rubel verlangt – umgerechnet bis zu rund 83 Euro. Für welche Kinos oder Plätze der Höchstpreis galt, schreibt das Portal allerdings nicht. Mit einem Trick kommt Spider-Man ins Kino Dass der Film überhaupt gezeigt werden kann, liegt an einem Trick, den russische Kinobetreiber schon länger nutzen. „Spider-Man“ wird offiziell nicht als Hauptfilm verkauft, sondern als eine Art kostenloses Vorprogramm zu einem russischen Kurzfilm. Bezahlt wird formal nur für das heimische Werk – zusätzlich bekommen die Zuschauer den Hollywood-Blockbuster zu sehen. Wie verbreitet dieses Geschäftsmodell ist, zeigen die Spielpläne mehrerer Kinoketten. Almaz Cinema führt „Spider-Man: Brand New Day“ seit dem 20. August zusammen mit dem Kurzfilm „Der Zauberer“. Auch in Moskau läuft der Blockbuster mehrfach am Tag – beim Kinosfera IMAX etwa vom Morgen bis in die Nacht. Piraterie bekommt Rückhalt von oben Legal wird der Kniff dadurch allerdings nicht. Nach russischem Recht dürfen Filme nicht ohne staatliche Vorführgenehmigung öffentlich gezeigt werden. Trotzdem gibt es Rückendeckung von ganz oben, wenn westliche Inhalte raubkopiert werden: Sicherheitsrats-Vize Dmitri Medwedew (60) rief bereits 2023 dazu auf, Inhalte bei „richtigen Piraten“ herunterzuladen und kostenlos zu nutzen. Kremlsprecher Dmitri Peskow (58) stellte sich anschließend hinter ihn.

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