Spionage-Affäre beim FC Schalke 04?
Den Großteil seiner Profi-Karriere verbrachte Ralf Fährmann beim FC Schalke 04 - und hat aus seiner langen Zeit bei den Königsblauen einige aufsehenerregende Storys zu erzählen.
In seiner von seinem langjährigen Berater Stefan Backs verfassten Biografie "Schalke und ich – eine Liebesgeschichte", die am 15. Oktober erscheint und aus der "Bild" vorab mehrere Passagen veröffentlichte, berichtet der heute 38-Jährige unter anderem über die Ära von Peter Knäbel auf Schalke.
Der heutige Präsident des Schweizer Fußball-Verbands heuerte 2018 als Technischer Direktor bei den Knappen an. Später war Knäbel noch Sportvorstand und wurde nach seiner Demission zumindest offiziell noch einige Monate als Berater des Schalker Managements geführt.
Bei Fährmann hinterließ Knäbel bleibende Erinnerungen. "Er schlich immer lautlos durch Gänge und stand plötzlich vor einem. Seine Bürotür ließ er immer offen. Wir spekulierten, er mache das, damit er unsere Gespräche mithören konnte", erzählt der Ex-Schalker in dem Buch über seine Erfahrungen mit dem Funktionär.
FC Schalke 04: Spionierte Peter Knäbel mit seinem "legendären Sakko"?
Besonders hängen geblieben ist bei Fährmann Knäbels "legendäres Sakko". Er schildert: "Es hing jeden Tag woanders. Mal bei den Physios, mal in unserer Kabine, mal im Kraftraum. Er schob es auf seine Vergesslichkeit. Wir mutmaßten, dass er uns auf diese Weise belauschte. Was viel über unser Verhältnis zu ihm aussagt."
Vor seiner Zeit auf Schalke hatte Knäbel beim Hamburger SV gearbeitet - und auch dort für eine heute legendäre Story gesorgt.
2015 kam ihm ein Rucksack mit sensiblen Dokumenten, darunter HSV-Gehaltslisten, abhanden. Er erstattete Anzeige wegen Diebstahls. Verdächtigt wurde eine Altenpflegerin, die den Rucksack angeblich in einem Park gefunden hatte.
Richtig aufgeklärt wurde die Affäre aber nie.