Sportvorstand: Rekordmeister FC Bayern trifft Entscheidung in der Causa Eberl
Gute Nachrichten für Max Eberl (52): Der Sportvorstand des FC Bayern hatte bei der Asien-Reise der Münchner beste Laune. Er scherzte mit Präsident Herbert Hainer (72) – aus gutem Grund. Hainer und der Präsidialausschuss gaben grünes Licht für Eberls Vertragsverlängerung. Das teilte Hainer Eberl persönlich während der Asien-Tour mit. Die Entscheidung fiel in einer geheimen Sitzung des Präsidialausschusses, der sich um die Personal-Entscheidungen für den Vorstand kümmert. In der Sitzung ging es auch um die Zukunft von Jan-Christian Dreesen. Er bleibt den Bayern ebenfalls erhalten. Der neunköpfige Aufsichtsrat muss den Vorschlag noch absegnen. Die Sitzung wurde auf Dienstag, den 25. August, terminiert. Fünf von neun Stimmen hat Eberl schon sicher. Denn: Im Präsidialausschuss sitzen neben Herbert Hainer (Vorsitzender des Aufsichtsrats und Präsident des FC Bayern e.V.) zudem die Vertreter der drei Anteilseigner Dr. Jan Heinemann (adidas AG), Dr. Gernot Döllner (Vorstandsvorsitzender der Audi AG), Michael Diekmann (Aufsichtsratsvorsitzender der Allianz SE) sowie Bayern-Aufsichtsrat Uli Hoeneß. Der Ehrenpräsident hat prägenden Einfluss auf die Kernentscheidungen des Ausschusses. Mehr Kontakt seit dem Pokalfinale Eberl hatte in den vergangenen 80 Tagen verstärkt die Nähe zu Bayern-Patron Hoeneß sowie Aufsichtsrat Karl-Heinz Rummenigge gesucht. Die hatten die beiden Bosse in den zwei Jahren zuvor vermisst. Eberl tauschte sich nun mit den beiden Klubgranden regelmäßig aus, gerade bei Themen, die seine Transfertätigkeiten betreffen. Das wurde bei den Oberbossen positiv registriert. Eberl, Rummenigge und Hoeneß: Es ist kein Zufall, dass der intensivere Eberl-Kontakt zu den Bossen seit dem Pokalfinale Mitte Mai herrscht. Damals hatte Hoeneß öffentlich die Chancen auf eine Weiterbeschäftigung von Eberl auf 60 zu 40 Prozent beziffert. Zuletzt beim Trainingslager am Tegernsee schätzte sie Hoeneß plötzlich auf 100 Prozent. Auch, weil er gerade mit einem Wissen aus einer zukunftsweisenden Sitzung kam. Am 30. Juli kam es zu einer geheimen Sitzung des Präsidialausschusses, in der die Entscheidung für Eberls Zukunft fiel. Der Präsidialausschuss besteht aus fünf Mitgliedern des neunköpfigen Aufsichtsrats. Den Bayern-Bossen gefällt zudem, dass Eberl bei den Transferverhandlungen mit Nathaniel Brown (23) und Ismael Saibari (25) top vorbereitet war. Zudem bewies er Durchhaltevermögen, schloss Transfers in diesem Sommer nicht zu schnell und zu teuer ab. Dafür stand er vorher in der Kritik. Die Gespräche mit Bayern-CEO Dreesen werden anders als bei Eberl erst ab dieser Woche aufgenommen. Wie bei Eberl ist auch bei Dreesen die Laufzeit offen. Doch auch bei Dreesen hat der Präsidialausschuss bereits grünes Licht für einen neuen Vertrag gegeben.