Spotify: Plattform will KI-generierte Nutzerprofile kennzeichnen
Dieser Ausdruck wurde am 11.08.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert. Andere Nutzungen verletzen das Urheberrecht Immer mehr Verdachtsfälle Spotify führt Kennzeichnung für KI-generierte Profile ein Sie wirken menschlich, sind es aber nicht: Auf Spotify tauchen zunehmend KI-Profile auf. Das Unternehmen kündigt nun an, verdächtige User zu prüfen und zu kennzeichnen. Das Problem um KI-generierte Musik wird das jedoch nicht lösen. 11.08.2026, 22.45 Uhr Der Musikstreamingdienst Spotify will zukünftig Profile von Interpreten kennzeichnen, die mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt wurden. Mit dem sogenannten »AI-Persona«-Label soll für Hörer ab Mitte September transparenter werden, ob es sich um eine echte Person handelt, teilte das Unternehmen mit. Nutzer hatten Besorgnis über Profile geäußert, die menschlich wirken, hinter denen jedoch KI-generierte Figuren stehen. Die Kennzeichnung soll auf Bannern, in den Profilbeschreibungen, in den Suchergebnissen sowie in Playlists zu sehen sein. Profilbetreiber können ab Dienstag selbst angeben, ob dahinter eine KI-Figur steht. Zudem will Spotify Profile überprüfen, die fotorealistische, KI-generierte Bilder verwenden. Als KI-Figuren eingestufte Profile werden standardmäßig nicht mehr in redaktionellen oder algorithmischen Empfehlungen berücksichtigt, es sei denn, Nutzer folgen diesen Kunstfiguren. Betroffene Account-Inhaber sollen bei einer Einstufung durch Spotify benachrichtigt werden und können dagegen Widerspruch einlegen. Die Kennzeichnung bezieht sich dem Unternehmen zufolge auf die öffentliche Identität des Profils und nicht darauf, wie die Musik produziert wurde. Erst Anfang des Jahres hatte Spotify mit der gegenteiligen Taktik versucht, mithilfe einer Verifizierung echte Künstlerprofile glaubwürdiger von KI-Profilen abzugrenzen. Das Label »Verified by Spotify«, einem sichtbaren Haken, sollte nur an menschliche Künstlerinnen vergeben werden. Das Problem: Den Haken konnte unter Umständen auch KI-Musik bekommen. Enlly Blue zum Beispiel, eine US-Kunstfigur (mehr als 200.000 monatliche Hörer), brachte 2025 gleich vier Alben raus, hat eine eigene Spotify-Playlist – nur echt ist sie nicht. Trotzdem wurde sie verifiziert. Spotify zeigte sich KI-generierter Musik in der Vergangenheit eher offen – weil damit viel Geld zu verdienen ist. Wie echte Musikerinnen versuchen, dem etwas entgegenzusetzen, lesen Sie hier . tmo/Reuters