DAX +0,03 % 26.331,07 Pkt 18:00:00 MDAX +0,26 % 32.335,17 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,26 % 6.533,99 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,38 % 53.770,27 Pkt 22:43:59 S&P 500 -0,06 % 7.748,50 Pkt 22:36:53 Nasdaq -0,06 % 26.588,49 Pkt 23:15:59 Nikkei +1,26 % 68.375,07 Pkt 03:47:35 Gold +1,97 % 4.469,30 USD 03:52:35 Silber +1,14 % 65,51 USD 03:52:33 Brent -0,98 % 88,04 USD 03:52:21 WTI -1,06 % 82,32 USD 03:52:33 Bitcoin -0,03 % 63.388,81 USD 04:02:33 EUR/USD -0,13 % 1,15290 USD 04:02:21 EUR/GBP -0,02 % 0,85420 GBP 04:02:39 EUR/CHF +0,15 % 0,93760 CHF 04:02:38 EUR/JPY -0,10 % 183,658 JPY 04:02:38

Sprecherin Leavitt hört zum Monatsende auf

Welt

US-Präsident Donald Trump hat den Abgang seiner Sprecherin Karoline Leavitt zum Ende des Monats verkündet. Sie werde dann mehr Zeit haben, sich um ihre kleinen Kinder und um ihre Familie zu kümmern, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social zur Begründung. Die 28-jährige Leavitt ist mit einem 32 Jahre älteren Immobilienentwickler verheiratet. Die beiden haben zwei gemeinsame, kleine Kinder, das jüngste wurde erst im Mai dieses Jahres geboren. „Konnte nicht die beste Mutter sein" Trump schrieb, Leavitt werde nun zu seinen „wichtigsten externen Beraterinnen und zu einer einflussreichen Stimme innerhalb der Republikanischen Partei zählen“. Sie sei aus Trumps Sicht „eine der besten Pressesprecherinnen des Weißen Hauses in der Geschichte dieses Amtes“ gewesen. Leavitt selbst schrieb bei X, die Tätigkeit als Pressesprecherin sei „die Ehre und das Abenteuer meines Lebens“ gewesen. Ausgiebig dankte sie Präsident Trump in ihrem Abschiedsposting. „Es hat mir große Freude bereitet, die liberalen Medien in die Pflicht zu nehmen und sicherzustellen, dass das amerikanische Volk die Wahrheit über die Erfolge von Präsident Trump erfährt“, so Leavitt über ihr Selbstbild. Seit der Geburt ihres zweiten Kindes habe sie gespürt, dass sie nicht die beste Mutter sein könne, die ihre kleinen Kinder verdienen, „wenn ich gleichzeitig die Zeit, Energie und Aufmerksamkeit aufbringe, die das Amt der Pressesprecherin des Weißen Hauses erfordert“, schrieb Leavitt weiter. Deshalb habe sie „die bittersüße Entscheidung getroffen, das Weiße Haus zu verlassen“. Schließlich behauptete sie, die „extremistischen Demokraten“ seien eine „Bedrohung“ und würden „alles zerstören, was an Amerika großartig ist“. Insgesamt war Leavitt anderthalb Jahre im Amt. Damit hielt sie von allen Ex-Sprecherinnen und Sprechern Trump am zweitlängsten durch. Nur Sarah Huckabee Sanders amtierte von Juli 2017 bis Juli 2019 länger als Leavitt. Im November 2022 wurde Sanders zur Gouverneurin des US-Bundestaats Arkansas gewählt. Persönliche Angriffe, Beschimpfungen, Tiraden Leavitt arbeitete bereits in Trumps erster Amtszeit als Assistentin des Pressestabes im Weißen Haus. Im Wahlkampf 2024 übernahm sie eine führende Rolle in Trumps Wahlkampfteam. 2022 hatte Leavitt für das US-Repräsentantenhaus kandidiert, unterlag aber ihrem demokratischen Kontrahenten. Journalisten und Medienkritiker kritisieren regelmäßig Leavitts aggressiven Umgang mit der Presse. Häufig wies sie Fragen als angeblich voreingenommen zurück und griff einzelne Journalisten persönlich an. Auf die Frage eines „Huffington Post“-Journalisten, wer sich für Budapest als Austragungsort für ein zeitweise geplantes Trump-Putin-Treffen entschieden habe, antwortete Leavitt etwa „deine Mutter“ und nannte den Journalisten einen „linken Schreiberling“. Ähnlich erging es dem irischen Journalisten Niall Stanage, als dieser in einem ruhigen und höflichen Ton eine Rückfrage zum Vorgehen der Einwanderungsbehörde ICE stellte. In einer giftigen Tirade nannte sie Stanage zunächst einen „voreingenommenen Reporter mit einer linken Meinung“, dann eine „linke Marionette“, die „kein Reporter“ sei und als Journalist posiere. Mehrfach versuchte Stanage, auf Leavitts haltlose Vorwürfe zu antworten, doch diese redete einfach immer weiter und ließ ihn nicht zu Wort kommen. Korrespondenten beschrieben sie gegenüber dem „Columbia Journalism Review“ als schroff, aggressiv und einschüchternd. Inhaltlich tätigte sie, ganz im Sinne und Stile von Präsident Trump, auch mehrfach falsche oder irreführende Aussagen.

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