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Sprit-Krise in Russland: Margarita Simonjan warnt vor Protest gegen Putin

Welt

Sprit-Krise in Russland

"Den Zaren stürzen": Putins Chef-Propagandistin warnt vor Protesten

Von t-online, jse

10.07.2026 - 13:12 UhrLesedauer: 2 Min.

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Russland kämpft mit einer wachsenden Treibstoffknappheit. Nun warnt Putins Chef-Propagandistin vor einem Umsturz – und beschwört die Geduld der Bevölkerung.

Während sich die Treibstoffknappheit in Russland ausweitet, werben führende Politiker und Vertreter staatlicher Medien um Geduld. Sie beschwichtigen die Bevölkerung, warnen vor Panik – und ziehen Vergleiche mit früheren Krisen.

So sagte die RT-Chefredakteurin Margarita Simonjan in einer Fernsehsendung: "Es gibt kein Benzin? Ich erinnere mich noch daran, als Lebensmittel rationiert waren." Sie dachte an die wirtschaftlichen Schwierigkeiten nach dem Zerfall der Sowjetunion: "Wir haben überlebt. Und wir werden auch dieses Mal überleben."

Zugleich warnte Simonjan, die auch das staatliche Medienunternehmen Rossija Sewodnja leitet, vor angeblichen Versuchen, Russland von außen zu destabilisieren. "Sie wollen, dass wir loslaufen und den Zaren stürzen wie 1917", sagte sie. Deshalb appellierte sie mehrfach an die Bevölkerung: "Bleiben Sie ruhig. Bleiben Sie ruhig."

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"Wir werden das Chaos lösen"

Russland ist seit Wochen von einer Benzinknappheit betroffen. In vielen Regionen bilden sich lange Schlangen vor Tankstellen. Manche suchen im Internet nach Möglichkeiten, selbst Benzin herzustellen; andere zapfen Kraftstoff aus geparkten Autos ab.

Auch andere Spitzenpolitiker bemühten sich um Beschwichtigung. Duma-Präsident Wjatscheslaw Wolodin erklärte: "Wir werden das Chaos an den Tankstellen lösen, so wie wir alles andere gelöst haben." Panik spiele lediglich den Gegnern Russlands in die Hände.

Föderationsratschefin Walentina Matwijenko sagte, man werde "diese schwierige Situation überstehen". Die Lage dürfe nicht dramatisiert werden; stattdessen müsse gemeinsam nach Lösungen gesucht werden.

Vize-Regierungschef Alexander Nowak hatte bereits Ende Juni erklärt: "Wir haben genügend Kraftstoff auf dem Markt." Gleichzeitig räumten mehrere Regionalpolitiker Warteschlangen an Tankstellen ein und machten unter anderem Hamsterkäufe für die Engpässe verantwortlich.

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