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Sprit-Mangel: Messer und Pistolen - Gewalt an russischen Tankstellen

Welt

Polizei muss eingreifen Benzinknappheit führt zu Gewalt an russischen Tankstellen Von t-online 07.07.2026 - 14:24 UhrLesedauer: 2 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Nach ukrainischen Angriffen auf russische Raffinerien wird der Sprit in Putins Reich knapp. An vielen Orten eskaliert die Situationen. Auch Pistolen werden gezückt. Der Spritmangel in Russland und auf der völkerrechtswidrig besetzten Krim führt zu gewaltsamen Zwischenfällen an Tankstellen. Nach einem Bericht der russischen Exilplattform "Meduza" musste an einer Tankstelle in Ust-Ordynsky im Süden Sibiriens die russische Polizei sogar mit vorgehaltener Waffe eingreifen. Dort war ein Autofahrer an der wartenden Schlange vorbei zur Zapfsäule vorgefahren. Es kam zu Protesten und Handgreiflichkeiten. Erst als die Polizei einschritt, reihte sich der Fahrer in die Schlange ein. Teils standen die Autobesitzer demnach schon fünf Stunden an. In Sankt Petersburg kam es zu einer Auseinandersetzung zweier Männer, nachdem einer von beiden sich weigerte, von einer Zapfsäule wegzufahren und eine Pistole zückte. Der andere holte daraufhin ein Messer und attackierte seinen Kontrahenten. Er wurde wegen vorsätzlicher schwerer Körperverletzung angeklagt. An zahlreichen weiteren Tankstellen wie in Kaliningrad, Kaluga, Krasnodar, Serow und Tatarstan kam es zu gewaltvollen Auseinandersetzungen zwischen Wartenden. Dabei gab es unter anderem Schläge ins Gesicht und Tritte. Russland ist einer der weltweit größten Ölproduzenten. Dennoch kommt es seit Wochen in mehreren Regionen des Landes zu Engpässen bei der Kraftstoffversorgung, nachdem die Ukraine zuletzt vermehrt die Ölproduktion des Landes angegriffen hatte. Erst in der Nacht zu Dienstag hatten ukrainische Drohneneinheiten im Schwarzen Meer acht Schiffe der russischen Schattenflotte gestoppt, die die Krim mit Benzin versorgen sollten. Wartezeiten von bis zu 39 Stunden So berichtete "Meduza"auch über einen Zwischenfall an einer Tankstelle in St. Petersburg. Dort duellierte sich ein Taxifahrer mit einem anderen Autofahrer mit Messer und Pistole. In der russischen Exklave Kaliningrad kam es Anfang Juli zu Handgreiflichkeiten zwischen zwei Frauen. Sie stritten an der Tankstelle darüber, wer als nächster an der Reihe sei. Zuvor hatte ein Autofahrer aus St. Petersburg berichtet, er habe gemeinsam mit seiner Frau auf der Rückreise von Wladiwostok in der ostsibirischen Stadt Tschita insgesamt 39 Stunden in einer Schlange vor einer Tankstelle verbracht. Ursprünglich habe das Paar nach dem Kauf eines Autos quer durch Russland zurückfahren wollen.

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