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Spritpreise in Polen sinken ab Samstag unter 1,54 Euro

Nation

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Warschau – Während Autofahrer in Deutschland jeden Mittag zusehen müssen, wie die 12-Uhr-Regel den Tankrabatt wieder auffrisst, holen unsere Nachbarn jetzt den Billig-Hammer raus. Polen hat eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne beschlossen, die die Preise für Diesel und Benzin bereits ab Samstag um etwa 30 Cent drücken soll.

Die polnische Regierung will mit der Übergewinnsteuer die Neuauflage ihres Spritpreis -Pakets finanzieren. Die Mehrwertsteuer auf Treibstoffe von bislang 23 Prozent geht runter auf 8 Prozent. Hinzu kommen eine niedrigere Energiesteuer und ein täglich neu festgelegter Höchstpreis.

Bisher kostete Benzin in Polen im Schnitt noch umgerechnet 1,85 Euro und Diesel 2,06 Euro pro Liter. Am Freitagmittag verriet Energieminister Milosz Motyka (34) auf X, mit welchen Obergrenzen jetzt der Preisrutsch losgeht: Benzin (95 Oktan) darf von Samstag bis Montag umgerechnet maximal 1,54 Euro und Diesel höchstens 1,80 Euro pro Liter kosten. „Ab morgen ist Sprit an Tankstellen in ganz Polen günstiger!“, verspricht Motyka.

Polen senkt die Preise damit auf ein Niveau, das es in Deutschland zuletzt vor dem Iran-Krieg gab. Trotz Tankrabatts pendeln die Spritpreise in Deutschland immer noch zwischen 2 Euro und 2,40 Euro pro Liter. Wer zur falschen Zeit an die Zapfsäule fährt, zahlt wegen der Preissprünge durch die 12-Uhr-Regel also bis zu 60 Cent pro Liter mehr als ab Samstag in Polen.

Die Übergewinnsteuer senkt zwar die Preise für Benzin oder Diesel nicht direkt. Der Staat kann sich damit aber zumindest einen Teil der Mega-Gewinne der Mineralölkonzerne zurückholen. Polen-Präsident Karol Nawrocki (43) verspricht: „Jeder Zloty, der dank dieses Gesetzes eingenommen wird, muss für die Senkung der Treibstoffpreise ausgegeben werden.“

Polen macht, Deutschland schaut zu

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