Sprung im Warsteiner Steinbruch
Es ist ein tragischer Unfall: Eine junge Frau aus Sachsen-Anhalt war mit fünf Begleitern im Alter von 19 bis 34 Jahren in einem Klettergebiet in Warstein, um dort jedoch nicht ausschließlich zu klettern, sondern Bungee zu springen. Zwei Begleiter der Verunglückten kommen aus Paderborn, einer aus Siegen, einer aus Bad Lippspringe und eine Frau aus Düsseldorf.
Für ihre Sprünge hatte sich die Gruppe offenbar eine eigene Vorrichtung gebaut. Die Polizei beschreibt auf Nachfrage des WDR diese Vorrichtung als Highline - ein Doppelseil, das von einer Felskante zur anderen über eine Lichtung gespannt war. Befestigt wird solch eine Highline in der Regel mit speziellen Ankerpunkten.
An dieser Highline war das Bungeeseil angebracht. Die jungen Erwachsenen sollen die Sprünge von der Felswand gestartet haben und fielen dann in das Bungeeseil an der Vorrichtung.
Erster Bungee-Sprung an selbst gebauter Anlage gelingt
Ein erster Sprung eines 34-Jährigen aus Siegen hat nach Angaben der Polizei wohl noch geklappt. Die 21-Jährige ist dann aber bei ihrem Sprung gegen eine Felswand geprallt und hat sich tödlich verletzt. Auf Grund der schweren Verletzungen verstarb die Frau noch am Unglücksort. Ihre Begleitpersonen blieben unverletzt, mussten jedoch durch Notfallseelsorger betreut werden.
Nach eigenen Angaben kenne sich die Gruppe nur flüchtig und unternehme gelegentlich gemeinsame Kletterausflüge.
Polizei ging erst von Kletterunfall im Warsteiner Steinbruch aus
Wie genau es zum Absturz der 21-Jährigen kam, ist bisher noch unklar. "Nach bisherigen Erkenntnissen gibt es keine Anzeichen für ein Fremdverschulden", erklärte Daniel Großert, Pressesprecher der Polizei in Soest, im Interview mit dem WDR. "Wir stufen das aktuell als tragischen Unfall ein."
Zunächst hieß es von der Polizei, dass die 21-Jährige aus Aschersleben beim Klettern rund 15 Meter in die Tiefe gestürzt und dadurch verstorben sei. Am Sonntag korrigierte Großert die bisherigen Angaben.