DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin -0,04 % 64.285,40 USD 08:14:37 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Stade-Killer begeht Suizid - JVA-Mitarbeiter erklärt, wie er untergebracht war

Nation

Wie konnte das passieren?Stade-Killer begeht Suizid – JVA-Mitarbeiter erklärt, wie er untergebracht war Suizid des mutmaßlichen Stade-Killers in JVA: Oliver Mageney erklärt Regeln und Grenzen der Suizidprävention Oliver Mageney kennt den Strafvollzug, in dem der Stade-Killer saß. Der Vorsitzende des Verbands Niedersächsischer Strafvollzugsbediensteter war selbst lange in der JVA Bremervörde tätig. Er erklärt: Tatverdächtige werden nach schweren Taten zunächst meist in einem kameraüberwachten Haftraum untergebracht, psychologisch betreut und eng kontrolliert. Erst wenn Fachleute keine akute Suizidgefahr mehr sehen, kommen sie in eine normale Zelle. Lese-Tipp: Killer von Stade begeht Suizid im Gefängnis – sechs Menschen in Mutter-Kind-Heim getötet Dort saß auch der Tatverdächtige aus Stade. Ein besonders gesicherter Haftraum ohne mögliche Befestigungspunkte ist nur bei deutlich erkannter Suizidgefahr erlaubt. Offenbar wurde der Mann nicht entsprechend eingestuft, obwohl er nach Recherchen des Spiegel nach der Tat versucht haben soll, sich das Leben zu nehmen. Laut NDR endete die Dauerbeobachtung des Stade-Killers am Abend bevor er sich das Leben nahm. Ob er länger hätte überwacht werden müssen, will Mageney nicht beurteilen. Psychologen dokumentierten ihre Gespräche und Entscheidungen genau. Diese Unterlagen würden nun vom Justizministerium ausgewertet. Video-Tipp: Große Anteilnahme in Stade Doch selbst Fachleute könnten getäuscht werden, sagt Mageney: „Wir haben die größten Blender und Betrüger im Vollzug.“ Deshalb sei aufmerksames Personal besonders wichtig. Veränderungen wie Rückzug, ungewöhnliche Ruhe oder Aggressivität könnten Warnzeichen sein. Trotzdem gelte: Wer fest zum Suizid entschlossen sei, lasse sich nicht immer aufhalten. Auch für die Bediensteten, die den Mann tot in seiner Zelle fanden, sei der Vorfall ein Schock. In Bremervörde kümmert sich ein Kriseninterventionsteam um die betroffenen Kolleginnen und Kollegen. Mageneys Fazit: Kameras, Kontrollen und Gespräche können das Risiko senken. In die Köpfe der Gefangenen kann der Strafvollzug aber nicht hineinschauen. Vor allem mehr Personal und psychologische Betreuung könnten helfen, weitere Suizide zu verhindern. Aber er sagt auch: „Wer den Willen gefasst hat, der macht das auch.” Einen 100 Prozentigen Schutz gibt es nicht. Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherche, NDR

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