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Stade: Mutter soll Schwerverletzte nach Todesschüssen attackiert haben

Nation

Bluttat in Stade

Mutter prügelte wohl auf Sterbende ein

Von t-online, KON

04.09.2026 - 19:22 UhrLesedauer: 2 Min.

Ende Juni eröffnet ein Mann in einem Mutter-Kind-Heim das Feuer – und tötet sechs Menschen. Neue Details belasten seine Partnerin.

Bei den Todesschüssen in einem Mutter-Kind-Heim in Stade soll auch die Partnerin des mutmaßlichen Schützen gewalttätig geworden sein. Wie die "Bild" unter Berufung auf die Ermittlungsunterlagen berichtet, schlug die 34-Jährige auf eine der angeschossenen Sozialarbeiterinnen ein. Dabei soll sie gerufen haben: "Ihr habt mir das Kind genommen!"

In dem niedersächsischen Mutter-Kind-Heim soll ein 45-Jähriger Ende Juni während eines Hilfeplangesprächs das Feuer eröffnet haben. Bei dem Angriff kamen drei Mitarbeiter des Jugendamts Hannover und drei Mitarbeiter der Hilfeeinrichtung ums Leben.

Die Partnerin des mutmaßlichen Schützen war laut Medienberichten als die Schüsse abgegeben wurden nicht im selben Raum. Wie die "Bild" berichtet, hinderte die 34-Jährige laut einer Polizistin eine Schwerverletzte daran, vom Tatort wegzurennen. Sie habe die Frau zu Boden geschubst und auf sie eingeschlagen. Später erlag das Opfer seinen Verletzungen.

Stade: Frau bestreitet Angriffe wohl nicht

Die Ermittler gehen davon aus, dass ein Sorgerechtsstreit das Motiv für die Tat ist. Der mutmaßliche Schütze und seine Partnerin hatten im April dieses Jahres das Sorgerecht für ihr drei Monate altes Kind verloren. Er soll seine Tochter so stark geschüttelt haben, dass sie Verletzungen erlitt und notoperiert werden musste.

Am 21. Juli wurde er tot in seiner Zelle aufgefunden. Laut "Bild" bestritt die Mutter bei einer späteren Vernehmung durch die Polizei die Attacke nicht. Das Baby lebt inzwischen getrennt von der Mutter in einer anderen Einrichtung.

Hinweis der Redaktion: Berichte über Suizide können wissenschaftlichen Studien zufolge Anreiz für Nachahmungen geben. Wir berichten daher nur dann über Selbsttötungen, wenn die Betroffenen besonders prominent oder die Begleitumstände außergewöhnlich sind. Falls Sie selbst viel über den eigenen Tod nachdenken oder sich um einen Mitmenschen sorgen, finden Sie hier sofort und anonym Hilfe.

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