Stadion baufällig! Fans von Zweitliga-Klub dürfen nicht mehr hüpfen
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Bochum – In der Ostkurve des Ruhrstadions stehen, springen, singen, jubeln und grölen die organisierten Fans des VfL Bochum. Jetzt sind die Zuschauer dort aber gezwungen, mit beiden Beinen auf dem Boden zu bleiben. Denn der Zweitliga-Klub hat ein Hüpf-Verbot ausgesprochen!
Das Stadion „anne Castroper“ wird aktuell modernisiert. Die Stadt Bochum hat rund 90 Millionen Euro investiert, der komplette Umbau läuft voraussichtlich bis 2029. Im Zuge der Bauarbeiten „wurde das Schwingungsverhalten der Stehstufenelemente auf der Osttribüne zu Beginn der laufenden Saison nochmals eingehend untersucht“, teilt der VfL mit.
Tribüne stabil, aber …
Besonders kurios: An der Tragfähigkeit der Tribüne besteht KEIN Zweifel. ABER: Das beauftragte Ingenieurbüro stellte dabei fest, dass bei bestimmten Zuschauerbewegungen starke Schwingungen (der sogenannte „Trampolineffekt“) entstehen, die gerade beim ungeübten Fan für „Unwohlsein“ sorgen könnten. Die Folge: Die Bochumer Sportstätten Besitzgesellschaft mbH (BoSB) wurde als Stadioneigentümerin per Verfügung dazu angehalten, diese Belastung künftig zu vermeiden. Hüpf-Verbot in der Ostkurve!
Rhythmische Hüpf- und Sprungbewegungen strengstens untersagt
Der Verein schreibt: „In den Blöcken N2, O, P und Q sind gemeinschaftliche, synchronisierte, rhythmische Hüpf- und Sprungbewegungen jedoch strengstens untersagt. Dies betrifft explizit beispielsweise nicht den Torjubel, sondern lediglich ‚choreographiertes Springen‘.“ Das Verbot gilt voraussichtlich bis zum Ende der geplanten Sanierungsarbeiten im Jahr 2028. Der Verein muss das Verbot kontrollieren und umsetzen.
Der Pott-Klub befindet sich im Austausch mit der DFL. Vor und während des anstehenden Spiels gegen Bielefeld (Sonntag, 13.30 Uhr/Sky) wird der VfL die Fans aufklären und informieren. Denn wenn sich die Anhänger dem Verbot widersetzen, könnte die Ostkurve komplett gesperrt werden. Das würde bis zu 10 000 Zuschauern den Zugang verwehren und den Verein ordentlich Kohle kosten.
Magdeburg als Vorbild