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Stadt München erlässt Verbote wegen Wassermangels - was ab jetzt nicht mehr erlaubt ist

Allgemein

Die Stadt München reagiert auf die anhaltende Trockenheit und den Wassermangel und verbietet mit sofortiger Wirkung die Nutzung von Trinkwasser für bestimmte Zwecke. Untersagt ist demnach generell das Befüllen von privaten Pools und sonstigen Badebecken. Von neun bis 19 Uhr ist das Bewässern, Gießen und Beregnen von Gärten untersagt, ausgenommen sind landwirtschaftliche Flächen sowie Friedhöfe. Auch das Bewässern von privaten Rasen- und sonstigen Grünflächen ist verboten; Sportplätze sind davon ausgenommen. Auch das Waschen von Fahrzeugen außerhalb von gewerblichen Waschanlagen ist nun untersagt. Vollständig verboten ist die Entnahme von Wasser aus Flüssen, Bächen und Seen. Die entsprechende Allgemeinverfügung hat das Klimareferat am Dienstag erlassen. Sie gilt vorerst bis 1. August, kann aber bei anhaltender Trockenheit verlängert werden. Bislang galt der Süden Bayerns als niederschlagsreich und seine Wasserversorgung deshalb als sicher. Insofern ist die Notmaßnahme der Stadt ein deutliches Alarmzeichen. Die Sparappelle von Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) und der Stadtwerke (SWM) von Ende Juni haben demnach nicht ausreichend gewirkt. Normal sei im langjährigen Durchschnitt ein Wasserverbrauch von 300 bis 350 Millionen Litern pro Tag. Vor zwei Wochen berichteten die SWM, dass während der extremen Hitzeperiode im Juni der Verbrauch auf mehr als 400 Millionen Liter pro Tag gestiegen sei. Nach dem Sparappell sei er in den ersten Julitagen auf rund 330 Millionen Liter gesunken, seither aber wieder stetig angestiegen auf zuletzt knapp 370 Millionen Liter täglich. Die Kapazität der Münchner Wasserversorgung war schon Ende Juni an ihre Grenze gestoßen. SWM-Wasserchef Hermann Löhner bezeichnete da die Lage als angespannt, aber nicht kritisch. Die Stadt schaltete Ende Juni einige Brunnen ab, stellte vorübergehend das Waschen ihres Autofuhrparks und die Fensterreinigung ein. Alle Menschen in München wurden zudem aufgerufen, im Privaten Wasser zu sparen: Lieber duschen als ein Vollbad nehmen, auf das Bewässern von Gärten verzichten und auf das Befüllen von Pools und Planschbecken. Es hat nicht gereicht. Schon am 30. Juni kündigte Krause an, dass weitere Schritte folgen könnten: „Sollte der Wasserverbrauch nicht sinken, werden wir weitergehende Maßnahmen ergreifen müssen.“

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