Städtetag fordert Milliarden gegen Hitze in den Städten
Hitzewellen werden häufiger, Städte heizen sich immer stärker auf. Der Deutsche Städtetag fordert deshalb Milliardeninvestitionen für die Klimaanpassung. Bund und Länder müssten die Kommunen dauerhaft stärker unterstützen, sagte Hauptgeschäftsführer Christian Schuchardt dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Allein könnten die Städte die notwendigen Maßnahmen nicht finanzieren. Zum Artikel: Warum Asphalt, der Hitze aushält, kaum auf die Straße kommt Städte sehen sich finanziell überfordert Nach Angaben des Städtetags geht es um Investitionen in Milliardenhöhe. Schuchardt sprach von einer Aufgabe, die die Städte über Jahrzehnte begleiten werde. Klimaanpassung sei kein "Nice to have", sondern "existenziell für unsere Zukunft". "Unterm Strich reden wir da über Milliardensummen bundesweit, die investiert werden müssen." Christian Schuchard, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags Konkret geht es etwa darum, versiegelte Flächen aufzubrechen, mehr Bäume und Grünflächen zu schaffen oder Städte so umzubauen, dass Regenwasser besser aufgenommen und gespeichert werden kann. Die bestehenden Förderprogramme von Bund und Ländern reichten dafür nicht aus, kritisierte der Städtetag. Wegen der angespannten Finanzlage fehlten vielen Kommunen die nötigen Eigenmittel. Juli setzt den Hitzetrend fort Die Forderung fällt in eine Phase anhaltend warmer und trockener Witterung. Nach vorläufigen Angaben des Deutschen Wetterdienstes war der Juli bereits der fünfte Monat in Folge mit überdurchschnittlich viel Sonnenschein. Gleichzeitig fiel vergleichsweise wenig Regen. Nach Einschätzung des Wetterdienstes wird sich der Juli voraussichtlich unter den zehn wärmsten Juli-Monaten seit Beginn der Aufzeichnungen einreihen. Bereits der Juni war der zweitwärmste seit Messbeginn. Zum Monatsende werden in Teilen Deutschlands noch einmal Temperaturen von bis zu 39 Grad erwartet. Bayernkarte: Hitzewarnungen des DWD Klima-Experten: Extreme Wetterereignisse werden häufiger Wetter bezieht sich auf ein Ereignis an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit. Der Begriff Klima hingegen meint die Gesamtheit von Wetter-Phänomenen über einen längeren Zeitraum. Treten Extremwetter-Ereignisse über einen bestimmten Zeitraum häufiger auf, kann dies darauf hinweisen, dass sich das Klima verändert hat. Klima-Experten gehen eben genau davon aus: Extreme Wetterereignisse werden häufiger. Hitze als Daueraufgabe Für den Städtetag zeigen die aktuellen Wetterlagen, dass sich Städte dauerhaft auf häufigere Hitzeperioden einstellen müssen. Deshalb fordert der kommunale Spitzenverband eine verlässliche Finanzierung durch Bund und Länder. Nur so könnten Klima-Anpassungsmaßnahmen langfristig geplant und umgesetzt werden.