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Staffel – Malaika Mihambo wieder nervenstark

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Die deutsche Sprint-Staffel der Frauen hat nach einem missglückten Wechsel überraschend den Endlauf bei den Leichtathletik-Europameisterschaften verpasst. Die Männer schafften danach auch ohne 200-Meter-Europameister Owen Ansah den Sprung in das Finale am Samstagabend (22.33 Uhr/ZDF und Eurosport) in Birmingham.

Mit einigem Zittern und einem Sieben-Meter-Satz im letzten Versuch gelang der zweimaligen Weitsprung-Europameisterin Malaika Mihambo noch die Qualifikation für das Finale am Sonntagabend (21.05 Uhr/ARD und Eurosport).

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Nach Bronze bei Olympia und der WM erlebten die deutschen Sprinterinnen diesmal eine Enttäuschung. Weil der Staffelstab beim letzten Wechsel von Sophia Junk auf Gina Lückenkemper nicht bei der Ex-Europameisterin landete, platzten alle Hoffnungen auf eine weitere Medaille.

„In dem Moment, als ich Gina das Staffelholz übergeben wollte, hat es mir links in den Oberschenkel gezogen“, erklärte Junk im ZDF. So erreichte sie die ausgestreckte Hand von Lückenkemper nicht mehr. „Ich habe gemerkt, dass sie nicht rundgegangen ist, als ich mich umgedreht habe“, sagte Lückenkemper. „Es war nicht zu früh los, da muss irgendwas nicht gestimmt haben.“

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Malaika Mihambo hatte mit dem starken Rückenwind im Alexander Stadium beim Anlauf einige Probleme. Einem Sprung auf nur 6,37 Meter folgte ein klar übertretener, ehe die Olympiasiegerin und zweimalige Weltmeisterin wieder einmal ihre Nervenstärke demonstrierte.

Die 32-Jährige von der LG Kurpfalz übertraf mit 7,10 Metern die geforderte Weite von 6,80 Metern und war Beste in der Qualifikation. Mihambo sprach danach selbst von einer Zitterpartie: „Für mich war der Wettkampf nicht ganz so einfach, weil ich nach dem zweiten Sprung den Schalter umlegen musste.“ Die deutsche Meisterin Mikaelle Assani schied mit 6,52 Metern aus.

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Auch ohne Ansah kam die deutsche Sprint-Staffel der Männer sicher ins Finale. Das DLV-Quartett wurde in seinem Vorlauf in 38,57 Sekunden Zweiter.

Ansah hatte sich am Freitagabend nach seinem Gold-Lauf traurig gezeigt, dass er angesichts seiner drohenden Sperre vom deutschen Verband nicht für die Staffel berücksichtigt wurde. Er drückte seinen Teamkollegen auf der Tribüne die Daumen.

Owen Ansah traut Staffel Medaille zu

„Die sind gut drauf, natürlich ist für uns das große Ziel, dass wir ins Finale rennen – da kann immer alles passieren. Da traue ich den Jungs auf jeden Fall eine Medaille zu“, sagte Ansah vor dem Rennen im ZDF.

Wegen des Vorwurfs einer verweigerten Dopingprobe hat die Nationale Anti Doping Agentur eine vierjährige Sperre gegen den EM-Dritten über 100 Meter beantragt. Der 25-Jährige vom Hamburger SV weist den Vorwurf zurück und hat dem Antrag nicht zugestimmt.

Im Siebenkampf liegt Sophie Weißenberg vor den abschließenden 800 Metern auf dem fünften Platz. Weißenberg hat nach sechs Disziplinen 5.689 Punkte gesammelt. Es führt die Irin Kate O'Connor mit 5.812 Zählern.

jwo mit dpa

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