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Star Wars Galactic Racer: So ein Rennspiel gab es lange nicht mehr

Unterhaltung

Mein Revier ist die Rennstrecke. Mein Tempo ist mörderisch. Meine Gegner: Betrüger, Rivalen und arrogante Widersacher aus dem Outer Rim. Einsatz rund um die Uhr in Star Wars Galactic Racer – einem Rennspiel, das eigentlich so gar nicht existieren dürfte.

Ein Arcade-Racer ohne Open World, aber mit AAA-Produktionswerten? Das klingt nicht nach etwas, was 2026 ein Publisher einfach mal so anfassen würde. Schließlich sind die Zeiten, in denen Titel dieser Art ein Millionenpublikum begeistern konnten, lange vorbei. Und doch ist Galactic Racer echt, fährt sich fantastisch und hat mich während des Tests mehrfach fast in den Controller beißen lassen.

Star Wars Galactic Racer: Heiliger Skywalker, ist das schwer

Wieso dieser Frust? Weil Star Wars Galactic Racer alles andere als ein Zuckerschlecken ist. Vielleicht liegt es an mir, der über die Jahre von Forza Horizon, The Crew und dem einen oder anderen Hot Wheels-Ableger ordentlich weichgekocht wurde, aber die Rennen auf Jakku, Ando Prime, Sentinel 1 oder Crait sind mitunter regelrecht gnadenlos.

Das liegt zum einen an dem extremen Streckendesign: Ich rase durch wahnsinnig enge Schluchten, glühend heiße Wüsten, muss ätzenden Säurepfützen ausweichen und bei eisigen Temperaturen aufpassen, dass der Motor nicht einfriert. Gleichzeitig gilt es, im Bruchteil einer Sekunde zu entscheiden, ob ich lieber den halbwegs sicheren Weg oder die gefährliche Abkürzung wähle, bei der ich mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent (grob geschätzt) gegen die Wand klatsche. Zwischensequenz inklusive, bei der mein Fahrzeug in sämtliche Einzelteile zerbirst.

Nicht zu vergessen: Es gibt auch noch optionale Spezialfähigkeiten, darunter etwa einen Schutzschild oder eine fiese Annäherungsmine. Und dann sind da ja auch noch Nachbrenner, eine Art Nitrofunktion, und Ramjet, ein radikaler Tempoboost, der jedoch bei Überhitzung mein Fahrzeug zum Explodieren bringt. Anders gesagt: Star Wars Galactic Racer sorgt für ordentlich Schweißperlen auf der Stirn, vor allem, wenn die KI oft ein paar unfaire Tricks in Petto hat. Die beschleunigt nämlich manchmal aus dem Nichts brutal, nur um eine Kurve später im ersten Gang vor sich hinzutuckern …

Star Wars Galactic Racer könnte euch gefallen, wenn …

… ihr auf ein forderndes, knackiges Fahrgefühl im Stil von Burnout steht, bei dem Tempo und Risiko ineinandergreifen.

… ihr überhaupt nichts gegen eine Roguelite-Struktur in eurem Rennspiel habt.

… ihr Star Wars mögt.

Star Wars Galactic Racer könnte euch nicht gefallen, wenn …

… ihr eine lineare Kampagne ohne Schnickschnack wollt.

… ihr eigentlich nur das Podracing aus Episode 1 sucht.

… ihr schnell frustriert seid, wenn ihr zum 20. Mal gegen eine Wand kracht.

Die Karriere ist … anders

Es hilft natürlich auch nur bedingt, dass Star Wars Galactic Racer mich wenig probieren lässt. Strecken auswendig lernen und das Fahrgefühl verinnerlichen? Das ist gar nicht so einfach. Was zu einem Teil an der Struktur der Kampagne liegt, bei der sich mit Sicherheit die Geister scheiden werden. Die funktioniert nämlich wie folgt:

Eines vorweg: Es gibt eine Story, die aber auf einen Bierdeckel passt. Als selbsterstellter Charakter Shade geht’s etwas widerwillig in die Galaktische Rennliga, um deren Champion Kestar Bool vom Thron zu werfen. Dazwischen gibt’s etliche völlig überzogene Dialoge, die aber genau deshalb viel Spaß machen. Solange ihr mit einem Augenzwinkern draufschaut.

Die Kampagne ist ein Roguelite: Offiziell nennen es die Entwickler*innen „run based“, aber das Prinzip ist das gleiche. Geht eine Meisterschaft in die Binsen, weil ich das Finale verliere oder meinen Boliden zu oft crashe, muss ich wieder von vorn anfangen.

Unterwegs entscheide ich mich über ein verzweigtes Menü für unterschiedliche Rennen (Rundenkurse, Sprintrennen oder Eliminator), die hin und wieder durch Zufallsevents unterbrochen werden. Das kann mal ein Praxistest sein, bei dem ich allein gegen die Zeit fahre, oder eine mysteriöse Begegnung, bei der ich von bestimmten Charakteren entweder Vor- oder Nachteile erhalte – manchmal auch beides gleichzeitig.

Es gibt so gut wie keine Pflicht, einzelne Rennen auch tatsächlich gewinnen zu müssen. Je besser ich aber abschneide, desto mehr Belohnungen gibt es. Darunter Credits und temporäre Fahrzeugupgrades, Perks und die bereits angesprochenen Spezialfähigkeiten. Um das Finale zu erreichen und den Champion zu schlagen, braucht es also wie in einem klassischen Roguelite einen guten Build, ansonsten zieht einem die Konkurrenz spätestens ab dem zweiten Planeten ständig davon.

Beim Scheitern gehe ich nicht vollständig leer aus, sondern darf mit Upgradepunkten mein Fahrzeug permanent verbessern. Außerdem kann ich noch bestimmte Gefallen und Fahrstile aktivieren, die ähnlich funktionieren wie die Erinnerungsstücke in Hades. Je mehr Rennen ich mit ihnen absolviere, desto besser werden die Boni.

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