DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin -0,02 % 64.298,69 USD 09:25:24 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

„Star Wars“-Schöpfer George Lucas verteidigt KI-Einsatz in Filmen

Unterhaltung

close notice This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication. . Künstliche Intelligenz macht das Filmemachen einfacher und lässt sich ohnehin nicht aufhalten, sagt George Lucas dem Filmmagazin A Rabbit’s Foot. Den Widerstand gegen die Technik vergleicht der „Star Wars“-Schöpfer mit dem Beharren auf der Pferdekutsche. Weiterlesen nach der Anzeige Lucas stellt die KI-Debatte in eine Reihe mit dem Streit über die ersten Automobile: Man könne genauso gut auf Pferd und Kutsche beharren, weil Autos etwa Benzin brauchen und irgendwann zu tödlichen Panzern umgebaut werden könnten. Der Vergleich fällt in einem ausführlichen Gespräch über Lucas' Leben mit dem Filmmagazin A Rabbit’s Foot, das Anfang Juli veröffentlicht wurde und nun hohe Wellen schlägt. „Künstliche Intelligenz bedeutet, dass es für uns viel einfacher ist, Filme zu machen“, sagte Lucas darin. „Man kann nichts dagegen tun. Das ist Fortschritt, das ist die Zukunft.“ Risiken räumt Lucas zwar ein, das Gegenmittel könne aber die Technik selbst liefern. „Wenn man eine KI will, die einem sagt, wann etwas gefälscht ist und woher es kommt, dann kann KI das leisten“, sagt er. „Menschen können das nicht, dafür sind wir nicht schlau genug.“ Die Branche zieht Grenzen Mit seiner Sicht auf KI im Film ist Lucas unter Filmschaffenden nicht allein. Richtig eingesetzt sei KI ein Werkzeug wie jedes andere, sagte Peter Jackson im Mai in Cannes, wie der Hollywood Reporter berichtet. Entscheidend sei allerdings, dass niemand ohne Zustimmung eine KI-Version eines Schauspielers anfertigt: Wer ein fremdes Gesicht zeige, müsse die Rechte lizenzieren, so wie bei einem Song oder einer Buchvorlage. Zugleich zieht die Branche Linien. Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences hat Anfang Mai die Regeln für die 99. Oscar-Verleihung bekanntgegeben: In den Schauspielkategorien kommen nur noch Rollen infrage, die in den offiziellen Credits geführt werden und nachweislich von Menschen mit deren Einverständnis gespielt wurden. Drehbücher müssen von Menschen verfasst sein. Zusätzlich behält sich die Academy vor, Auskunft über Art und Umfang eines KI-Einsatzes zu verlangen. Weiterlesen nach der Anzeige Von Storyboards bis Hauptrolle Wie KI im Produktionsalltag aussehen soll, könnte eine Partnerschaft von Google und A24 zeigen. Googles KI-Abteilung DeepMind investiert rund 75 Millionen US-Dollar in das unabhängige Filmstudio und entwickelt mit dessen Filmemachern neue Werkzeuge. Diese Werkzeuge würden ganz anders aussehen als die promptbasierte KI-Generierung, mit der sich viele unwohl fühlen, sagte A24-Labs-Chef Scott Belsky dem Wall Street Journal. Martin Scorsese berät derweil das deutsche Startup Black Forest Labs, das an KI-gestützten Storyboards forscht. Einzelfälle sind solche Kooperationen nicht: Lionsgate arbeitet mit dem KI-Videostartup Runway zusammen, Netflix und Amazon Studios haben eigene KI-Werkzeuge für Filmschaffende entwickelt. Am anderen Ende der Skala stehen Projekte wie „Misaligned“. In dem Spielfilm des britischen KI-Studios Particle 6 soll die KI-generierte Figur Tilly Norwood die Hauptrolle spielen. Ihre Vorstellung hatte im vergangenen Jahr harsche Kritik ausgelöst, unter anderem von der US-Schauspielgewerkschaft SAG-AFTRA. George Lucas hat Lucasfilm 2012 für 4 Milliarden US-Dollar an Disney verkauft, seinen letzten Film inszenierte er 2005. Seine nächste große Veröffentlichung ist ein Museum: Das Lucas Museum of Narrative Art in Los Angeles soll im September öffnen – kuratiert von Lucas selbst.

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