Star Wars Zero Company: Bestes Star-Wars-Spiel seit 20 Jahren - Wie geht es für die Macher weiter?
Heute feiert „Star Wars: Zero Company“ seinen offiziellen Release und Entwickler Bit Reactor damit auch sein Debüt. Und der Einstand hätte wohl kaum besser verlaufen können: Die Fachpresse ist vom rundenbasierten Taktik-Ausflug in die Klonkriege begeistert und bescherte dem Erstlingswerk des Studios damit einen Metascore von 86 Punkten.
Damit sichert sich das Spiel nicht nur einen Platz unter den besten Wertungen des Jahres, sondern etabliert sich auf Anhieb auch gleich als der am besten bewertete „Star Wars“-Titel der letzten zwei Jahrzehnte – lediglich übertroffen von Ausnahmetiteln wie den beiden ersten „Jedi Knight“-Spielen oder „Knights of the Old Republic“.
Ob das junge Studio dem Krieg der Sterne nun treu bleibt? In einem Interview blickte Greg Foertsch, seines Zeichens Gründer von Bit Reactor und Game Director von „Zero Company“, jetzt in die Zukunft.
„Zu sehen, wie die Tests reinfliegen, ist ein fantastisches Gefühl“
Vier Jahre ist es mittlerweile her, dass Greg Foertsch das für die „XCOM“-Reihe bekannte Traditionshaus Firaxis verließ, um mit Bit Reactor ein eigenes Studio aufzubauen. Und wie sich durch die Bewertungen inzwischen herausgestellt hat, hat sich der mutige Schritt ausgezahlt. Gegenüber VGC erklärte Foertsch, dass man von den Traum-Reviews schlicht überwältigt sei.
„Es ist surreal. Wenn man anfängt, ein Spiel zu machen, zielt man darauf ab, das Spiel des Jahres zu entwickeln – nicht nur das Strategiespiel des Jahres, sondern das Spiel des Jahres“, so der Game Director.
Vor allem, dass dieses Ziel nun von der Fachpresse widergespiegelt wird, bedeute dem Team enorm viel: „Genau deshalb macht man das. Aber zu sehen, wie die Tests reinfliegen und das gewissermaßen bestätigen, fühlt sich einfach gut an. Es ist also wirklich ein fantastisches Gefühl.“
Obendrein verriet Foertsch, dass er bereits eine Vielzahl an gratulierenden Nachrichten von Lizenzgeber Lucasfilm sowie Publisher Electronic Arts erhalten habe.
Geht die Reise im Star-Wars-Universum weiter?
Bleibt Bit Reactor dem Franchise nun also treu und beschert den Fans als Nächstes wieder ein so herausragendes „Star Wars“-Abenteuer? Allzu schlecht stehen die Chancen wohl nicht. Wie Foertsch erklärte, wolle man sich für das nächste Projekt definitiv erneut einer bestehenden Marke widmen und der weit, weit entfernten Galaxis würde man ebenso gerne treu bleiben:
„Ich denke, auch für das nächste Spiel werden wir uns nach einer bestehenden Marke umsehen. Und wir haben die Zusammenarbeit mit Lucasfilm geliebt. Es war eine absolute Freude und eine so tolle Erfahrung.“
Foertsch weiter: „Wir würden also potenziell sehr gerne weiterhin Star-Wars-Spiele machen. Aber ja, ich gehe davon aus, dass unser nächstes Projekt höchstwahrscheinlich wieder auf einer bestehenden Lizenz basieren wird.“
Obendrein erläuterte Foertsch, warum man sich schon beim Debüt für ein etabliertes Universum entschieden habe. Die pragmatische Antwort: „Ein neues Studio zu gründen und direkt eine eigene, neue Marke zu entwickeln, fühlte sich einfach zu risikoreich an. Das wäre nur ein weiteres Problem gewesen, das man lösen muss.“
Unterdessen bleibt abzuwarten, wie es in naher Zukunft mit „Star Wars: Zero Company“ weitergehen wird. Denn trotz der sehr guten Wertungen gab es – vor allem mit Blick auf die PC-Version – auch Kritik an technischen Problemen wie Framerate-Einbrüchen. Hier wolle man jedoch schnellstmöglich nachbessern.
„Oh, natürlich. Bei allen technischen Problemen versuchen wir immer sicherzustellen, dass wir die Ursache finden“, so Foertsch. „Mit den verschiedenen PC-Konfigurationen kann das manchmal knifflig sein. Auf den Konsolen ist es etwas einfacher. „Aber ja, wann immer so etwas auftritt, ist das etwas, das wir im laufenden Prozess sofort zu korrigieren versuchen.“
Mit Blick auf mögliche Zusatzinhalte für „Zero Company“ hielt sich Foertsch dagegen noch zurück. Stattdessen verwies der Studioleiter darauf, dass man sich in einem schwierigen Marktumfeld erst einmal beweisen müsse.
Dazu führte er aus: „Wir sind ein neues Studio. Auch wenn wir eine gefestigte Seele haben – mit vielen Schlüsselpersonen, die schon seit mehreren Spielen zusammenarbeiten -, befindet sich die Branche immer noch an einem Punkt, an dem die Leute abwarten und schauen: ‚Können die Jungs das überhaupt liefern?’“
Somit gehe es zunächst einmal darum, den erfolgreichen Launch zu verarbeiten und einzuordnen: „Ich denke, im Moment müssen wir erst einmal abwarten, was die Reviews des Spiels bewirken. Es ist da draußen zurzeit definitiv eine herausfordernde Phase. Wir waren also extrem darauf fokussiert, das hier fertigzustellen und ein paar zukünftige Dinge in die Wege zu leiten. Aber das ist eben ein Prozess.“
„Star Wars: Zero Company“ ist ab sofort für die PS5, Xbox Series X/S und den PC erhältlich.