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Starke halbe Stunde und Guirassy machen BVB gegen Hoffenheim glücklich

Sport

Leon Avdullahu (45. Minute) per tollem Fernschuss und Tim Lemperle (54.) erzielten die Tore für die TSG. Guirassy (61.), Fábio Silva (66.) und Albian Hajdari per Eigentor (87.) trafen für den BVB.

BVB-Trainer Nico Kovac zeigte sich nach der Partie am Sportschau-Mikrofon zufrieden. "Nach dem 0:2 haben wir aufgedreht und Alles oder Nichts gespielt. Das Ergebnis mit dem Eigentor war dann glücklich. Dass die Mannschaft aber wiederkommt, das zeigt einen tollen Charakter."

Defensivreihen beherrschen zunächst das Spiel

Der BVB trat ohne Neuzugang Ethan Nwaneri an, der in der letzten Transferphase vom FC Arsenal geliehen wurde, um den schwer verletzten Griechen Giannis Konstantelias zu ersetzen. Bei Hoffenheim saß Torjäger Andrej Kramaric bis zur 73. Minute ebenfalls nur auf der Bank.

Dem Spiel hätten die beiden Spieler in der Anfangsphase vielleicht gut getan. Denn die Teams hielten sich mit Offensivaktionen zurück. Hoffenheim und der BVB kombinierten ganz gefällig, etwa 30 Meter vor dem gegnerischen Tor war dann aber jeweils Schluss und der Ball beim Gegner.

Nächster BVB-Verteidiger verletzt

Nach einer halben Stunde machte dann aber die TSG Dampf. Adam Daghim schoss nach toller Hacken-Vorarbeit von Tim Lemperle (30.) platziert ins lange Eck - doch Gregor Kobel im BVB-Tor brachte noch die Fingerspitzen dran.

Unmittelbar danach verletzte sich BVB-Abwehrspieler Filippo Mané, für ihn kam Ethan Nwareni. Offensiv blieb aber die TSG das bessere Team. Bei einem wuchtigen Kopfball von Adam Hložek war erneut das Sprungvermögen von Kobel gefragt (34.).

Dortmund harmlos, Hoffenheim sehenswert

Der BVB hatte dem offensiv nichts entgegenzusetzen. Ein harmloser Kopfball von Felix Nmecha nach einer Freistoßflanke (41.) dürfte den Puls der BVB-Fans lediglich außerhalb des messbaren Bereichs erhöht haben.

Wie es geht, zeigte kurz darauf die TSG. Über den sehr auffälligen und spielfreudigen Tim Lemperle kam der Ball zu Leon Avdullahu, der aus etwa 20 Metern Entfernung sehenswert ins lange Eck schoss. Dieses Mal war Gregor Kobel chancenlos.

Hoffenheim mit Großchancen nach der Pause

Nach der Pause machte die TSG weiter Druck. An einer scharfen Hereingabe von Daghim flogen vor dem Tor gleich drei Hoffenheimer knapp vorbei (48.). Eine Minute später scheiterte Lemperle alleine vor Kobel (49.).

Wenige Minuten später machte es der Angreifer dann besser. Lemperle eroberte selbst den Ball und machte sich entschlossen auf den Weg nach vorne. Bei seinem Abschluss hatte er dann etwas Glück, dass dieser von Waldemar Anton unhaltbar abgefälscht wurde (54.).

Dortmunds Guirassy dreht auf

Hoffenheim hatte danach noch gute Chancen zum 3:0, doch stattdessen durfte der BVB wieder hoffen - wieder einmal dank Serhou Guirassy. Der Stürmer lupfte eine schöne Hereingabe von Anton ganz cool über Torhüter Oliver Baumann hinweg (61.).

Und nur fünf Minuten später war es dann Guirassy, der den Ausgleich mit einem Steilpass herausragend vorbereitete. Fábio Silva versenkte das Zuspiel aus spitzem Winkel (66.).

Nun war der BVB am Drücker, doch auch Hoffenheim spielte weiter nach vorne. Am Ende war es dann ein Hoffenheimer, der Dortmund den Sieg brachte. Ein missglückter Klärungsversuch von Albian Hajdari landete im eigenen Tor (87.). Urplötzlich führte der BVB. Eine halbe Stunde zuvor schien dies undenkbar.

Entsprechend niedergeschlagen war Hoffenheims Trainer Christian Ilzer im Sportschau-Interview: "Nach dieser Leistung fühlt es sich etwas surreal an, wir müssen es aber so nehmen. Vieles war ja sehr, sehr gut heute."

Hoffenheim gegen Stuttgart, Dortmund gegen Paderborn

Die nächsten Aufgaben der beiden Teams: Hoffenheim empfängt am Samstagnachmittag den VfB Stuttgart (15.30 Uhr). Dortmund spielt gleichzeitig gegen den SC Paderborn (15.30 Uhr).

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