Stärkstes Modell auf Claude Pro: Anthropic führt Claude Opus 5 für alle Plattformen ein
Anthropic hat am Wochenende Claude Opus 5 auf allen eigenen Plattformen veröffentlicht. Das neue KI-Modell wird zum Standard für Claude Max und ist zugleich die leistungsstärkste Option in Claude Pro. Zusätzlich erweitert das Unternehmen die Sicherheitsmechanismen und führt neue Funktionen für Entwickler ein. Stärkere Leistung soll sich in verschiedenen Bereichen zeigen Mit Claude Opus 5 positioniert Anthropic sein neues KI-Modell als Flaggschiff für anspruchsvolle Programmier-, Analyse- und Wissensaufgaben. Für Abonnenten von Claude Max wird Opus 5 automatisch zum Standardmodell, während Nutzer von Claude Pro das Modell als leistungsstärkste verfügbare Option auswählen können. Auch Entwickler erhalten über die Claude API Zugriff auf das neue Modell. Laut Anthropic erreicht das Modell nahezu das Intelligenzniveau von Claude Fable 5, verursacht dabei jedoch lediglich rund die Hälfte der bisherigen Kosten. Dazu trägt auch die neue „Effort“-Einstellung bei, mit der Nutzer ab sofort selbst festlegen können, wie viel Rechenaufwand das Modell für eine gestellte Aufgabe investieren soll. Dadurch soll sich ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Geschwindigkeit, Kosten und Leistungsfähigkeit erzielen lassen. Messungen sollen deutlichen Vorsprung zeigen Zur Vorstellung verweist Anthropic auf mehrere Benchmark-Ergebnisse, die die Leistungsfähigkeit des Modells untermauern sollen. Demnach führt Claude Opus 5 nun den Frontier-Bench v0.1 an und erzielt dort mehr als doppelt so gute Ergebnisse wie Claude Opus 4.8 – bei gleichzeitig geringeren Kosten pro bearbeiteter Aufgabe. Im CursorBench 3.2 erreicht das Modell mit maximalem Rechenaufwand bis auf 0,5 Prozent die Spitzenleistung von Claude Fable 5, benötigt dafür jedoch auch hier lediglich etwa die Hälfte der Kosten pro Task. Auch in weiteren Benchmarks soll Claude Opus 5 neue Bestwerte erzielen. Auf ARC-AGI 3 erreicht das Modell demnach eine dreimal höhere Punktzahl als das jeweils zweitplatzierte Modell. Im OSWorld-2.0-Benchmark soll Claude Opus 5 zudem bei jedem betrachteten Kostenpunkt besser als sämtliche Konkurrenzmodelle abschneiden, darüber hinaus weist das neue KI-Modell laut Anthropic Verbesserungen in spezialisierten Anwendungsfeldern auf. So soll Opus 5 die internen Life-Sciences-Evaluierungen deutlich besser bestanden haben als Claude Opus 4.8 und zudem qualitativ hochwertigere Ergebnisse bei visuellen Aufgaben liefern. Frühe Testkunden berichten darüber hinaus von Verbesserungen bei komplexem Debugging, Datenanalysen, Finanzrecherchen, Genomik, juristischen Agentenaufgaben, Code-Reviews sowie langfristigen Programmierprojekten mit vielen aufeinanderfolgenden Arbeitsschritten. Neue Sicherheitsvorkehrungen Gleichzeitig soll Claude Opus 5 das bislang am stärksten auf Sicherheit und Richtlinientreue ausgerichtete Modell des Unternehmens sein. Zudem will Anthropic neue Sicherheitsmaßnahmen eingeführt haben. Neue Klassifikatoren erlauben zwar weiterhin die Analyse von Quellcode zur Erkennung von Sicherheitslücken, blockieren jedoch Funktionen wie das Scannen von Binärdateien, Penetrationstests oder die Generierung von Exploits. Wird eine entsprechende Anfrage erkannt, erfolgt in Claude AI, Claude Code und Claude Cowork standardmäßig eine automatische Rückstufung auf Claude Opus 4.8. Beim Thema Sicherheit betont Anthropic zudem, dass Claude Opus 5 keine neuen Spitzenwerte bei sogenannten Dual-Use-Fähigkeiten erreicht. In gemeinsamen Untersuchungen mit Industrie- und Regierungsorganisationen liege das Modell weiterhin hinter Mythos 5 zurück, insbesondere im Bereich biologischer Forschung und offensiver Cyber-Sicherheit. Obwohl Opus 5 mittlerweile ähnlich gut Sicherheitslücken in Software erkennen könne wie Mythos 5, sei es deutlich schwächer darin, diese Schwachstellen in funktionsfähige Angriffe umzusetzen. Deshalb wurde bewusst auf ein Training für offensive Cyber-Aufgaben verzichtet. Neue Beta-Funktion Darüber hinaus hat Anthropic zwei neue Beta-Funktionen für Entwickler eingeführt. Künftig sollen Werkzeuge innerhalb einer laufenden Unterhaltung gewechselt werden können, ohne dass der Prompt-Cache verloren geht. Zusätzlich sollen sich Anfragen, die von den Sicherheitsfiltern blockiert werden, automatisch an ein anderes Modell weiterleiten lassen, sodass API-Anfragen standardmäßig nicht mehr vollständig abgewiesen werden. Keine preislichen Veränderungen An der Preisstruktur hat Anthropic bislang nichts geändert. Die API-Kosten bleiben bei 5 US-Dollar pro eine Million Eingabe-Token und 25 US-Dollar pro eine Million Ausgabe-Token und entsprechen damit den bisherigen Preisen von Claude Opus 4.8. Zusätzlich führt Anthropic einen optionalen Fast Mode ein, der Berechnungen laut Unternehmen rund 2,5-mal schneller ausführt. Für diesen fallen allerdings auch doppelt so hohe Kosten wie im Standardmodus an.