Stars eskalieren und niemand schaut zu: Sat.1-Show wird zum Flop
In der aktuellen Staffel der Sat.1-Show Villa der Versuchung geraten die teilnehmenden Promis massiv aneinander. Während die Produktion Handgreiflichkeiten verhindern muss, bleibt das Publikum unbeeindruckt. Die Quoten brechen im Vergleich zum Vorjahr ein. Fans von Reality-TV erleben bei Villa der Versuchung (bei Joyn streamen) ein Wechselbad der Gefühle. Die aktuelle Folge liefert viel Konfliktpotenzial, verprasstes Preisgeld und bittere Tränen. Doch den heftigen Streit zwischen Roland Ludomirska und Erik „Satansbratan“ schaut sich am heimischen Bildschirm fast niemand an. Die Situation zwischen dem österreichischen Unternehmer Roland Ludomirska und dem Influencer Erik „Satansbratan“ gerät völlig außer Kontrolle. Ludomirska wirft seinem Mitbewohner vor, sich auf Kosten der anderen durchzuschnorren. Der verbale Schlagabtausch gipfelt in gegenseitigen Beleidigungen und einer handfesten Drohung. Ludomirska fordert seinen Kontrahenten offen zum ersten Schlag auf. An diesem Punkt greift die Produktion aus dem Off ein und droht beiden Reality-Stars mit dem sofortigen Rauswurf, falls sie handgreiflich werden. Letztlich wird Ludomirska in der Abrechnungszeremonie mit Moderatorin Verona Pooth nach Hause geschickt. Regelbrüche schmelzen das Preisgeld dahin Abseits der Aggressionen verpulvern die Promis das gemeinschaftliche Preisgeld in Rekordgeschwindigkeit. Mehrere teure Fehltritte belasten das Konto schwer. Annika Hoenig setzt sich aus Versehen auf einen gesperrten Sessel im Poolbereich – Kostenpunkt: 3.000 Euro. Thorsten Legat kauft kurzerhand ein viertes Schlafzimmer für stolze 7.500 Euro. Elsa Latifaj ignoriert das Verbot der „Kost-Bar“ und versorgt die Gruppe heimlich mit Zigaretten, woraufhin die Produktion einen Konsumstopp verhängt. Das Resultat dieser Eskapaden schmerzt. Von den anfänglichen 250.000 Euro Siegprämie bleiben zum Ende der zweiten Folge mickrige 122.900 Euro übrig. Zuschauer fliehen: TV-Quoten erreichen den Tiefpunkt Das enorme Konfliktpotenzial vor den Kameras bringt Sat.1 nicht den erhofften Quotensegen. Nur mageren 120.000 Menschen aus der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen reicht das Drama zum Einschalten, wie DWDL berichtet Das entspricht einem desolaten Marktanteil von 4,3 Prozent. Zwar verfolgen insgesamt 680.000 Personen das Spektakel, doch der Überraschungserfolg der Vorjahresstaffel liegt für den Sender in weiter Ferne. Ob die starke Konkurrenz durch die Leichtathletik-EM im Gegenprogramm eine Ursache dafür sein könnte, bleibt allerdings zweifelhaft. Viel eher ist anzunehmen, dass Fans eher im Stream einschalten als im linearen Fernsehen.