DAX +0,15 % 25.410,84 Pkt 18:00:00 MDAX +0,67 % 30.287,68 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,79 % 6.116,23 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,96 % 52.361,58 Pkt 21:43:41 S&P 500 +0,17 % 7.676,77 Pkt 21:43:43 Nasdaq +0,62 % 26.169,38 Pkt 22:15:59 Nikkei -0,80 % 62.189,65 Pkt 07:45:03 Gold -0,18 % 4.031,00 USD 21:59:59 Silber -0,56 % 54,04 USD 21:59:54 Brent -0,42 % 110,27 USD 21:59:57 WTI -0,50 % 101,25 USD 21:59:57 Bitcoin +0,04 % 80.058,08 USD 22:51:46 EUR/USD -0,36 % 1,11810 USD 22:51:42 EUR/GBP +0,05 % 0,83750 GBP 22:51:59 EUR/CHF +0,47 % 0,92430 CHF 22:51:46 EUR/JPY +0,20 % 175,954 JPY 22:51:59

Starshield-Drosselung: Nato-KI-System hat laut Palantir keinen Kill-Switch

Technologie

US-Techmilliardär Elon Musk persönlich soll laut Berichten die Anweisung zur Begrenzung gegeben haben: Die Ukraine steht infolge der Drosselung des für Gefechtsfeldkommunikation und Drohneneinsätze genutzten US-Satellitensystems Starshield massiv unter Druck. In Europa nehmen die Bedenken mit Blick auf Abhängigkeit von US-Technologie zu. So nutzt das Verteidigungsbündnis Nato das KI-System Maven des US-amerikanischen Softwareunternehmens Palantir.

Das System verarbeitet riesige Datenmengen von Satelliten, Radarsystemen und anderen Sensoren, um Militärangehörigen ein Bild vom Schlachtfeld zu vermitteln und die Entscheidungsfindung zu beschleunigen. Palantir versucht nun, die Europäer zu beschwichtigen. Laut dem Unternehmen verfügt das von der Nato genutzte militärische KI-System über keinen Kill-Switch. Das ist ein Notausschalter, mit dem sich ein technisches System stoppen oder deaktivieren lässt.

Louis Mosley, Topmanager von Palantir für Großbritannien und Europa, sagte der Nachrichtenagentur Reuters mit Blick auf die KI-Plattform Maven Smart System: »Es gibt keine Notabschaltmechanismen. Weder Palantir noch die US-Regierung haben die Möglichkeit, von außen einzugreifen und das System abzuschalten.«

Das System wird vom militärischen Hauptquartier der Nato und mehreren europäischen Streitkräften genutzt.

»Was wir in den letzten Tagen in den Nachrichten rund um Starlink gesehen haben, ist äußerst besorgniserregend«, sagte Mosley. »Was Palantir betrifft, kann ich jedoch kategorisch versichern, dass Kunden, die unsere Software erworben haben, die volle operative Kontrolle über diese Software besitzen.«

Die Nato erwarb Maven im Jahr 2025 für ihr Oberkommando der Alliierten Streitkräfte in Europa (Shape) und erklärte im Juni dieses Jahres, das System habe die »volle technische Einsatzfähigkeit« erreicht.

Einige europäische Nato-Mitglieder wie Deutschland und Frankreich haben Maven jedoch nicht für ihre eigenen Streitkräfte eingeführt. Sie begründeten dies mit Bedenken hinsichtlich der Abhängigkeit von einem US-Unternehmen angesichts der häufigen Spannungen zwischen Trump und europäischen Staats- und Regierungschefs.

Im April dieses Jahres schloss der Leiter des deutschen Cyberkommandos den Kauf von Maven aus und erklärte, es sei »undenkbar«, dass Mitarbeiter eines privaten Unternehmens Zugang zur nationalen Militärdatenbank des Landes hätten.

Mosley sagte, es liege »voll und ganz im Ermessen des Kunden«, ob Palantir-Mitarbeiter am Betrieb des Systems beteiligt seien. Solche Mitarbeiter seien Staatsangehörige des jeweiligen Landes und verfügten über die erforderliche Sicherheitsfreigabe.

»Es kann absolut unabhängig von uns betrieben werden, und wir haben viele, viele Kunden auf der ganzen Welt – sowohl im militärischen Bereich als auch in der Wirtschaft –, die das tun«, sagte der Manager.

Die Ukraine berichtet seit einigen Tagen, dass die Nutzung des militärtauglichen Satellitendienstes Starshield, der die Starlink-Konstellation von SpaceX nutzt, eingeschränkt worden sei. Dadurch funktionierten die Terminals auf sich schnell bewegenden Plattformen nicht mehr, was Aufgaben wie den Einsatz von Abfangdrohnen zur Abwehr russischer Angriffe behinderte.

Wie das »Wall Street Journal« berichtet, soll Musk die Drosselung selbst angeordnet haben. Zuvor hatte er auf das Weiße Haus verwiesen, das seinerseits eine Beteiligung bestritt.

Ukrainische und europäische Regierungsvertreter äußerten den Verdacht, dass es sich um einen politischen Schritt handle. Denn kurz zuvor hatte US-Präsident Donald Trump von der Ukraine verlangt, Angriffe auf russische Ölraffinerien einzustellen.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren