Start der 2. Liga Bundesliga-Absteiger = Aufstiegsfavorit? Die Statistik spricht dagegen
Der VfL Wolfsburg - wer sonst? Die Antwort auf die Frage nach dem Zweitliga-Meister fällt den meisten Fußball-Fans und Experten in dieser Saison wohl relativ leicht. Dies liegt vor allem daran, dass der Werksclub mit einem Budget hantiert, dass in der Zweitliga-Historie seinesgleichen sucht. Aber auch, weil zu den klassischen Tipps in der Fußball-Branche gehört, dass die Absteiger natürliche Favoriten auf den Wiederaufstieg seien. Deshalb werden auch der FC St. Pauli und der 1. FC Heidenheim teilweise als Kandidaten für die Spitzenplätze gehandelt. Lediglich ein Drittel steigt direkt wieder auf Dabei zeigt ein Blick auf die Statistik, dass ein direkter Wiederaufstieg vergleichsweise selten gelingt. Seit der Saison 1999/2000 haben lediglich 22 von 64 Absteigern die direkte Rückkehr geschafft. Das entspricht einer Quote von 34,4 Prozent. Ganz bitter wurde es in diesem Zeitraum für fünf Teams, die direkt in die 3. Liga durchgereicht wurden: der SSV Ulm (2001), die SpVgg Unterhaching (2002), der FC St. Pauli (2003), der SC Paderborn (2016) sowie Arminia Bielefeld (2023). Was ein detaillierter Blick auf die Zahlen allerdings auch verdeutlicht: In den vergangenen zehn Jahren haben Absteiger, die finanziell eindeutig bessergestellt waren als die Konkurrenz so gut wie immer auch die direkte Rückkehr geschafft: Der VfB Stuttgart (2019), Werder Bremen (2022), Schalke 04 (2022) sowie der 1. FC Köln zweimal (2018 und 2024). Die unrühmliche Ausnahme bildet in dieser Reihe der Hamburger SV, der nach dem Abstieg 2018 erst im siebten Versuch in die Bundesliga zurückkehrte. Viel hilft viel Heißt: Wer extrem viel investiert, hat in der Regel auch Erfolg. Schwierig wird es für die Absteiger, die in der Bundesliga finanziell weit unten in der Nahrungskette waren. Und damit in dieser Spielzeit für St. Pauli und Heidenheim. Wolfsburg hingegen müsste schon eine ganze Menge falsch machen, um eine direkte Bundesliga-Rückkehr zu vermasseln.