DAX +1,62 % 25.590,77 Pkt 18:00:00 MDAX +2,07 % 30.495,47 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,79 % 6.164,69 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,31 % 52.377,60 Pkt 21:00:00 S&P 500 +1,30 % 7.722,60 Pkt 21:48:15 Nasdaq +2,01 % 26.477,81 Pkt 22:15:59 Nikkei +1,56 % 64.255,80 Pkt 04:46:35 Gold -0,38 % 4.059,10 USD 04:51:36 Silber -0,28 % 54,14 USD 04:50:59 Brent -2,61 % 110,91 USD 04:51:39 WTI +1,52 % 101,42 USD 04:51:39 Bitcoin +0,26 % 81.011,12 USD 05:01:38 EUR/USD -0,43 % 1,11260 USD 05:00:46 EUR/GBP -0,13 % 0,83620 GBP 05:01:41 EUR/CHF -0,22 % 0,92280 CHF 05:01:41 EUR/JPY -0,20 % 175,671 JPY 05:01:41

Start-ups: Diese zehn Einhörner sind 2026 Deutschlands neue Wachstumshoffnung

Technologie

Isar Aerospace, Helsing und Neura Robotics stehen für eine neue Generation deutscher Tech-Firmen. Eine Studie zeigt, was sich ändern muss, damit nicht nur einzelne Start-ups glänzen.

Helsing-Drohne, Isar-Aerospace-Rakete, Neura-Robotics-Roboter, Demonstrationsanlage von Proxima: Die Start-Up Branche steht solide da. Foto: PR, brckmnn [M]

Berlin. Die deutsche Start-up-Branche entwickelt sich zunehmend zum Hoffnungsträger der deutschen Wirtschaft. Milliardenschwere Wachstumsfirmen wie das KI-Rüstungsunternehmen Helsing, das Robotik-Start-up Neura Robotics und das auf Kernfusion spezialisierte Jungunternehmen Proxima Fusion sorgen für Optimismus, wenn es um die nächste Generation der deutschen Technologieführer nach Siemens und SAP geht. Damit dieses Momentum anhält, muss sich aber noch einiges für die deutschen Jungfirmen verbessern.

Das zeigen noch unveröffentlichten Marktdaten des „Deutschen Start-up-Monitors“ (DSM), die dem Handelsblatt exklusiv vorliegen. Dafür befragt der Bundesverband Deutsche Start-ups jedes Jahr rund 1800 Start-ups zu ihrer wirtschaftlichen Lage.

Demnach steht die Branche solide da – passend zum wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland. Es braucht allerdings bessere Finanzierungsbedingungen für alle Jungfirmen und nicht nur solche aus der KI- und Rüstungsbranche, die derzeit vor allem punkten. Ansonsten fehlt dem Aufschwung auf Dauer die Substanz. Das hängt auch damit zusammen, dass die Kooperationen mit etablierten Konzernen und Mittelständlern erneut rückläufig sind.

Diese Entwicklungen sorgen für Optimismus:

In diesem Jahr sind bereits zehn neue Einhörner entstanden und damit so viele wie noch nie zuvor zu diesem Zeitpunkt im Jahr. Einhörner sind Firmen, die von Investoren mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet werden und von denen man sich besonders viel Wachstum und Wertschöpfung in der Zukunft erhofft.

Die neuen Einhörner des Jahres 2026 sind die Softwareunternehmen Osapiens und Camunda, die KI-Firma Dash0, das Auto-Abo-Start-up Finn, das Fintech Moss, die Verteidigungsfirma Stark Defence, die Fusionsunternehmen Proxima Fusion und Focused Energy, Neura Robotics sowie der Batteriespeicheranbieter Cmblu. Im vergangenen Jahr waren in Deutschland fünf neue Einhörner entstanden.

Zugleich wurde mit acht Milliarden Euro von Januar bis September bereits mehr in Start-ups investiert als im gesamten Vorjahr.

Die Rüstungsfirmen Helsing, Quantum Systems wie auch die Robotikfirma Neura Robotics stemmten in diesem Jahr Finanzierungsrunden von weit mehr als einer Milliarde Dollar: Summen, die niemals zuvor von einzelnen Start-ups in der Bundesrepublik eingesammelt wurden und die international für Schlagzeilen sorgten.

Zeitgleich stiegen die Neugründungen auf einen Rekordwert und toppten damit die Zahlen aus der Coronazeit. Von Anfang Januar bis Ende Juni entstanden 3053 Start-ups. Das sind 52 Prozent mehr als im zweiten Halbjahr 2025 und mehr als im ganzen Jahr 2024.

Zudem fühlen sich Gründer inzwischen immer häufiger von ihren Hochschulen unterstützt. Fast 70 Prozent der Befragten sagen, dass diese für die Entwicklung ihres Start-ups wichtig waren. Inzwischen stehen Ausgründungen an vielen Hochschulen auch stärker im Fokus. Dafür sorgen die im vergangenen Jahr etablierten zehn Start-up Factories, die sich am Beispiel der Gründerschmiede der Technischen Universität München (TUM) orientieren.

Diese positive Dynamik spiegelt sich in der allgemeinen Stimmung wider. Das Geschäftsklima stieg laut DSM in diesem Jahr auf 33,2 Punkte, nach 31,7 Punkten im Vorjahr. Vor allem der Ausblick der Start-ups hellte sich auf, pünktlich zum wichtigen Branchentreffen „Bits & Pretzels“, das am Montag in München beginnt. An das Niveau vor und während der Coronakrise reicht der Wert aber trotzdem nicht heran.

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