Statistisches Bundesamt: Zahl der leistungsberechtigten Asylbewerber um 15 Prozent gesunken
Im vergangenen Jahr haben deutlich weniger Menschen in Deutschland Sozialleistungen für Asylbewerber empfangen. Ihre Zahl ging nach Angaben des Statistischen Bundesamtes auf 390.000 Menschen zurück, das sind 15 Prozent weniger als im Vorjahr.
Wer Ansprüche nach dem Asylbewerberleistungsgesetz geltend machen kann, bezieht Leistungen, die eine alltägliche Grundversorgung abdecken sollen, etwa für Lebensmittel, Wohnung und Kleidung. Zudem sieht das Gesetz staatliche Hilfen in bestimmten Lebenslagen vor, etwa bei Krankheit, Schwangerschaft oder Geburt.
Viele Ukrainer bezogen Bürgergeld oder Sozialhilfe
Die Zahl der Asylbewerber, die staatliche Leistungen beziehen, war schon im Jahr 2024 um zehn Prozent zurückgegangen. Häufig berechtigt waren im Jahr 2025 den Angaben zufolge syrische Geflüchtete, aus dem Land kamen 17 Prozent der Empfänger. 15 Prozent kamen aus der Türkei, jeder zehnte aus Afghanistan.
Nur noch fünf Prozent kamen aus der Ukraine, wohl auch wegen einer Regelung, die die Bundesregierung im vergangenen Jahr einführte. Wer seit April 2025 aus dem durch den russischen Angriffskrieg erschütterten Land nach Deutschland geflüchtet ist, erhält demnach Bürgergeld oder Sozialhilfe anstelle von Asylbewerberleistungen.