Staudenknöterich: "Wenn Banken von der Pflanze erfahren, platzt die Finanzierung"
DIE ZEIT: Herr Zucker, vor unserem Gespräch habe ich zwei deutsche Immobiliengutachter angerufen. Der eine hielt den japanischen Staudenknöterich für ein Insekt, der andere für Tierfutter. Kaum jemand in Deutschland sieht die Pflanze als Risiko für Immobilien. Was ist in Großbritannien anders?
Michael Zucker: Das hat wahrscheinlich viel damit zu tun, wie intensiv hier über das Thema gesprochen wird. In den Zeitungen stehen immer wieder Geschichten über den japanischen Staudenknöterich. Über Familien, die ihr Traumhaus kauften und anschließend zehntausend Pfund oder mehr für die Beseitigung der Pflanze ausgeben mussten, einige landeten im finanziellen Ruin. In den letzten Jahren hat sich daraus ein enormes Bewusstsein entwickelt.