Stefanie Heinzmann: „Bin seit 20 Jahren in Therapie“
2008 gewann Stefanie Heinzmann (37, „My Man Is A Mean Man“) in Stefan Raabs (59) Fernsehshow „TV total“ einen Musikcasting-Wettbewerb. Seitdem nahm die gebürtige Schweizerin an diversen TV-Formaten wie „The Masked Singer“ (ProSieben) und „Sing meinen Song“ (Vox) teil. Doch was bisher kaum jemand wusste: Die Sängerin sucht sich seit 20 Jahren therapeutische Hilfe, wie sie BUNTE.de erzählt. Alles begann damit, dass Heinzmann sich mit 17 Jahren in eine psychiatrische Klinik einweisen ließ, weil sie nach einem Bandscheiben-Vorfall viele Medikamente zu sich nehmen musste und nicht mehr richtig gegessen hat. Nach rund zweieinhalb Monaten fand sie wieder „einen gesunden Zugang zum Leben“, wie sie rückblickend sagt. Heinzmann: „Habe Unsicherheiten mit mir mitgeschleppt“ Heinzmann erinnert sich an die Zeit nach der Klinik: „Über Freunde von Freunden bin ich zu einer traditionellen chinesischen Praxis geraten, die Akkupunktur und Energetik machen. Ich hatte damals nur Schmerzen. Ich bin seit über 20 Jahren in Therapie und bin über all die Jahre in dieser Praxis geblieben. Es ist für mich ein wichtiger Ausgleich – körperlich und mental – jemanden zu haben.“ In all den Jahren hat sich die Art der Therapie grundlegend geändert. Dazu die Sängerin: „Anfangs habe ich viel Gesprächstherapie gemacht, weil es viel aufzuarbeiten gab, wenn man so jung schon so erfolgreich ist. Diese ganzen Unsicherheiten, die ich mit mir mitgeschleppt habe. Dann kam in der Therapie die Energetik hinzu, weil ich es toll finde, wenn Dinge in Bewegung gebracht werden.“ ANZEIGE ANZEIGE Erhalte exklusiven Zugang zu allen wöchentlichen Episoden unseres Video-Podcasts „BUNTE Tüte“. Stefanie Heinzmann: „Müssen Dinge selbst in die Hand nehmen“ Heinzmann erklärt: „In meiner Therapie geht es also eher darum, mir Impulse zu holen. Was passiert in meinem Körper gerade? Da brauche ich jemanden, der mir das übersetzt. Menschen neigen dazu, mich als sehr spirituell einzuordnen. Aber ich bin alles andere als esoterisch, sondern ein sehr lebensnaher Mensch. Ich bin einfach der Überzeugung, dass wir Dinge selber in die Hand nehmen müssen, um sie zu verändern.“ Mit ihrer Therapeutin hat sie sich während der Coronazeit angefreundet. Dazu die Sängerin: „Es hat lange Jahre gedauert, aber seitdem sind wir unzertrennlich. Sie ist eine meiner absoluten Lieblingsmenschen auf diesem Planeten. Sie hat meinen ganzen Weg begleitet. Irgendwann saßen wir an meinem Küchentisch und haben uns überlegt, ob wir auch musikalisch mal zusammenarbeiten wollen. Wir haben ein komplettes Konzept für ein ganzes Album zusammengeschrieben. Es hat mich Mut gekostet, damit dann zu meinen Songwriter*innen zu gehen. Aber zum Glück waren die alle sehr offen und hatten da Bock drauf.“ Das Ergebnis kann sich hören lassen: „Circles“ heißt das Album. Jeder Song steht dabei für einen eigenen Lebensabschnitt. Ab Oktober tourt Stefanie Heinzmann damit durch Deutschland. sie tritt in ausgewählten Theatern und Konzerthäusern auf, die komplett bestuhlt sind. Diese intime Atmosphäre hat sie bewusst gewählt.